
Elf Spieltage und damit noch nicht einmal ein Drittel der Saison ist absolviert, aber schon jetzt lässt sich absehen, dass es noch enger zugehen könnte als in den letzten Jahren, insbesondere im Kampf gegen den Abstieg. Bislang ist keine Mannschaft in Sicht, die den Anschluss verlieren könnte. So hat Schlusslicht TSV Havelse gerade mit 3:2 gegen den 1. FC Saarbrücken gewonnen und mit neun Zählern nur acht Punkte weniger auf dem Konto als just die Saarländer auf Rang vier.
Ein wenig abgesetzt hat sich nur das Spitzentrio, wobei der MSV Duisburg beim FC Ingolstadt (1:2) seine zweite Saisonniederlage kassiert hat. Den Zebras etwas auf die Pelle gerückt ist dadurch mit Viktoria Köln (3:1 gegen den SC Verl) das Überraschungsteam der Saison. Als Tabellendritter präsentiert sich Rot-Weiss Essen (1:0 gegen Jahn Regensburg) den Erwartungen entsprechend und wird mutmaßlich ein entscheidendes Wörtchen im Aufstiegsrennen mitreden.
Ob das auch noch für Hansa Rostock und Fortuna Düsseldorf gilt, die beide höchst ambitioniert sind, nach dem 1:1 im direkten Duell aber auf der Stelle treten, bleibt abzuwarten. Alemannia Aachen (2:1 beim VfB Stuttgart II) und Waldhof Mannheim (4:1 gegen die TSG Hoffenheim II) befinden sich in Lauerstellung. Der SV Wehen Wiesbaden hat mit einem 7:1-Kantersieg gegen die SG Sonnenhof Großaspach seinen seit dem Trainerwechsel unverkennbaren Aufwärtstrend dick unterstrichen und hält auch verbal weiterhin am Saisonziel Aufstieg fest.
Nur die wenigen Fans der TSG Hoffenheim II waren nach dem Auswärtsspiel ihrer Mannschaft ganz schnell wieder zu Hause. Fünf andere Klubs hingegen mussten samt Anhang mindestens 500 Kilometer zurücklegen. Spitzenreiter war in dieser Hinsicht Jahn Regensburg mit 577 Kilometern einfacher Strecke zum Gastspiel in Essen.
Nachfolgend die 3. Liga Auswärtsfahrer des Wochenendes inklusive der gesamten Zuschauerzahl sowie der Entfernung zwischen beiden Städten (Quellen teilweise: diefalsche9.de / fussballmafia.de)
Viktoria Köln – SC Verl 5.463 Zuschauer / 200 Gästefans / 174 Reisekilometer
VfB Stuttgart II – Alemannia Aachen 1.250 Zuschauer / 900 Gästefans / 398 Reisekilometer
Preußen Münster – Fortuna Köln 13.182 Zuschauer /337 Gästefans / 155 Reisekilometer
Waldhof Mannheim – TSG Hoffenheim II 4.518 Zuschauer / 110 Gästefans / 49 Reisekilometer
SV Meppen – Würzburger Kickers 7.706 Zuschauer / 112 Gästefans / 519 Reisekilometer
SV Wehen Wiesbaden – SG Sonnenhof Großaspach 2.948 Zuschauer / 39 Gästefans / 193 Reisekilometer
Rot-Weiss Essen – SSV Jahn Regensburg 16.517 Zuschauer / 175 Gästefans / 577 Reisekilometer
Hansa Rostock – Fortuna Düsseldorf 25.762 Zuschauer / 1.300 Gästefans / 573 Reisekilometer
FC Ingolstadt – MSV Duisburg 4.660 Zuschauer / 1.000 Gästefans / 553 Reisekilometer
TSV Havelse – 1. FC Saarbrücken 1.319 Zuschauer / 1.050 Gästefans / 523 Reisekilometer
Die meisten Gästeblöcke waren an diesem Spieltag eher mäßig gefüllt. Während Alemannia Aachen beim VfB Stuttgart II immerhin nahe an den vierstelligen Bereich kam, konnten nur Fortuna Düsseldorf, der 1. FC Saarbrücken und der MSV Duisburg auf eine entsprechende Unterstützung bauen.
Trotz der zweitweitesten Reisestrecke des Spieltages und eines bislang wahrlich nicht sonderlich motivierenden Saisonverlaufs waren rund 1.300 Fans der Fortuna beim Auswärtsspiel ihrer Mannschaft an der Ostseeküste bei Hansa Rostock dabei und konnten sich am Ende immerhin über einen Punkt freuen. Mehr als die Anhänger aus Duisburg und Saarbrücken, die auch über 500 Kilometer einfach zurücklegen mussten, auf dem Rückweg zudem mit einer Niederlage im Gepäck.






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