Alemannia Aachen: Zweite Insolvenz innerhalb von fünf Jahren

Wieder mal eine Schreckensnachricht von einem Traditionsklub. Alemannia Aachen hat beim Amtsgericht Aachen einen Insolvenzantrag eingereicht. Für die Kaiserstädter ist dies kein Neuland. Bereits am 16. November 2012 hatte die Alemannia ein Insolvenzplanverfahren beantragt, das schließlich im Januar 2014 erfolgreich abgeschlossen wurde. Erneut sollen rund eine halbe Millionen Euro fehlen.

42 Punkte nach 25 Spielen, Platz vier in der Regionalliga West – man könnte meinen, dass bei der krisengeschüttelten Alemannia aus Aachen alles in Ordnung sei. Doch der Schein trügt. Wer das Geschehen rund um die Kaiserstädter in den vergangenen Monaten und Jahren etwas intensiver verfolgt hat, der weiß, dass Geld noch immer knapp, besser gesagt, überhaupt nicht mehr vorhanden ist. Dafür sind die Schulden umso größer. Rund 500.000 Euro soll das Defizit in der Vereinskasse der Schwarz-Gelben betragen. Als Strafe dürfte der Deutsche Fußball-Bund einen Neun-Punkte-Abzug verhängen.

„Insolvenzantrag einzige Handlungsalternative“

„Wir bedauern zutiefst, dass diese Maßnahmen trotz des unermüdlichen Einsatzes von Mitarbeitern und der Unterstützung unserer Sponsoren, denen wir zu Dank verpflichtet sind, alternativlos geworden sind. Der Insolvenzantrag ist ein für alle sehr schwerer Schritt, stellt aber in der schwierigen Gesamtsituation die einzige Handlungsalternative dar“, wird der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Christian Steinborn in einer Presseerklärung der Alemannia zitiert.

Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass man in Aachen anscheinend nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Bereits im November 2012 musste der Traditionsklubs aus dem Westen einen Insolvenzantrag stellen. Insgesamt 1.800 von über 10.000 Gläubigern stellten damals Forderungen in Höhe von 69 Millionen Euro. Das Insolvenzplanverfahren wurde im Januar 2014 abgeschlossen.

Stadion war der Anfang vom Ende

Die Gründe für den Niedergang des Klubs liegen auf der Hand. Zum einen wurde die Alemannia innerhalb kürzester Zeit von der 2. Bundesliga bis in die Regionalliga durchgereicht, zum anderen hat das erst 2009 erbaute Stadion am Tivoli den Verein in den Abgrund gerissen. Inzwischen gehört die Heimspielstätte der Schwarz-Gelben der Stadt Aachen. Die Alemannia hatte das Stadion in Eigenregie und – finanzierung gebaut und war schnell mit den Kosten überfordert. Schon damals sprang die Stadt Aachen mit einer Bürgschaft von über 3 Millionen Euro ein. Das Stadion erwies sich jedoch als ein Fass ohne Boden und zog die Alemannia mit in den Abgrund.

Die Gerüchte um eine erneute Insolvenz scheint es wohl schon länger am Tivoli zu geben. Erst vor rund zwei Wochen erklärte der aktuelle Coach Fuat Kilic, dass er den Verein zum Saisonende verlassen werde. Die Verantwortlichen und der 43-jährige Trainer, der die Rolle des sportlichen Leiters ebenfalls ausfüllte, konnten sich aufgrund der finanziellen Situation nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen. Die Aachener sind also nicht nur auf der Suche nach einem Weg aus Insolvenz, sondern auch auf der Suche nach einem neuen Coach und sportlichen Leiter.

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