BVB: Die lästige K-Frage

Voll und ganz zufrieden mit der ersten Saisonhälfte scheint man bei Borussia Dortmund nicht zu sein. Die neustrukturiere Mannschaft hinkt in der Bundesliga den Erwartungen hinterher. BVB-Trainer Thomas Tuchel betrieb Ursachenforschung und kündigte zur Rückrunde neu bewerten zu wollen wer die Borussen als Kapitän auf den Rasen führt.

Marcel Schmelzer, der aktuelle Spielführer der Schwarzgelben, zeigte sich von der aufkommenden K-Frage genervt. „Ich habe es noch nie erlebt, dass während einer Saison darüber diskutiert wurde, warum jemand Kapitän ist“, sagte der 28-Jährige der Sport Bild.

Ohne Steuermann fehlt die Konstanz

Die Frage, wer im Jahr 2017 die Binde der Borussen tragen soll, ist allerdings nicht gänzlich unberechtigt. Ein Fels in der Brandung der Impulse setzt wie in den letzten Jahren der abgewanderte Kapitän Mats Hummels, ein Ruhepol wie der langjährige Spielführer Sebastian Kehl oder klare Worte wie die von dessen Stellvertreter Roman Weidenfeller hätten dem BVB sicher einige Punkte gerettet.

Zwar kämpft und ackert Schmelzer auf der linken Seite wie ein Besessener, jedoch gelingt es ihm zu selten seine Mitspieler mitzureißen. Unterm Strich stehen unnötige Punktverluste und mangelnde Konstanz. Dem BVB gelang es nie mehr als 3 Bundesliga-Spiele in Folge ungeschlagen zu bleiben. Doch gibt es überhaupt eine Alternative zu Schmelzer? Eine Führungsfigur in Tuchels Kader zu finden gestaltet sich schwierig.

Sokratis: Der Grieche ist der Liebling vieler BVB-Fans und hat wettbewerbsübergreifend nach Pierre-Emerick Aubameyang die meisten Spielminuten absolviert. Kampf und Leidenschaft zeichnen den Innenverteidiger aus, doch ist er wahrlich kein Lautsprecher und setzt selten Impulse nach vorne.

Marco Reus: Die Klasse des 27-Jährigen ist unbestritten, zudem ist er als gebürtiger Dortmunder eine Integrationsfigur, doch auf und neben dem Platz ist Reus kein Mann der großen Worte. Auch seine Verletzungsanfälligkeit steht einer Beförderung zum Kapitän im Wege.

Sven Bender: Der Defensiv-Allrounder spielt schon über 7 Jahre im BVB-Trikot. Unverletzt ist „Manni“ der Mann für alle Fälle: zweikampfstark, hohe Laufbereitschaft und souverän im Spielaufbau. Der 27-Jährige verkörpert Leidenschaftlichkeit und bedingungslosen Einsatz, aber strahlt auch die nötige Ruhe aus. Der Geheimtipp in der K-Frage.

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