BVB in der Krise – es hilft nur ein Umdenken

Der Blick auf die Bundesligatabelle trügt. Auf Tabellenplatz 3 stehend präsentiert Borussia Dortmund seit Wochen Fußball ohne spielerischen Glanz. Bei den Verantwortlichen sollte im Zuge dessen der Hallo-Wach-Effekt eintreten.

Seit vier Pflichtspielen in Folge ist Borussia Dortmund ohne Sieg. Am Donnerstagabend verlor der BVB das Hinspiel im Europa-League-Achtelfinale gegen den FC Salzburg mit 1:2. Vor heimischer Kulisse wusste der BVB fast über die komplette Spielzeit dem zuvor erwarteten frühen Salzburger Pressing nur wenig entgegenzusetzen. Die Dortmunder hatten nicht zum ersten Mal keine spielerische Lösung parat.

Für diese ist Trainer Peter Stöger zuständig, der vor rund drei Monaten seinen Job angetreten hatte. Der Fußball, den der Österreicher praktizieren lässt, stößt vielerorts auf reichlich Unbehagen. Die Dortmunder operieren mit vielen hohen Bällen vor den gegnerischen Strafraum, wo sich die Angreifer um die sogenannten zweiten Bälle bemühen. Für ein attraktives Kurzpassspiel agieren die Stöger-Jungs schlichtweg zu langsam.

Watzke sollte Umdenken

Stögers Vertrag wurde vorerst bis Saisonende ausgelegt. Bei Amtsantritt galt der Österreicher als Trainer, der dem BVB nach dem Harakiri-Fußball unter Peter Bosz wieder defensive Stabilität einimpfen sollte. Ob Stöger aber der richtige Ansatz für die künftige Trainerbesetzung ist, ließ in den vergangenen Wochen starke Zweifel aufkommen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der zuletzt öffentlich ankündigte, gerne mit Stöger weiterarbeiten zu wollen, sollte über eine Neubesetzung des Trainerstuhls ab der kommenden Saison nachdenken.

Mit dem 1:2 vom Donnerstagabend in den Köpfen, kommt es am Sonntag (18:00 Uhr) zum Heimspielkracher gegen Eintracht Frankfurt. Hinter dem übergroßen FC Bayern rangiert die SGE in der Rückrundentabelle auf dem zweiten Platz, holte aus bisher acht Spielen fünf Siege sowie ein Unentschieden. Trainer Niko Kovac formte in seiner zweijährigen Amtszeit eine giftige Mannschaft, die insbesondere über die Mentalität kommt.

Frankfurter Auswärtsstärke bekannt

Der anfälligen Dortmunder Abwehr werden der schnelle Ante Rebic sowie der quirlige Marius Wolf enorme Schwierigkeiten bereiten. Hinzu kommt Sturm-Brecher Sébastien Haller, der mit acht Saisontreffern bester Torschütze der Frankfurter ist. Die Buchmacher setzten zwar auf einen Heimsieg des BVB (Quote 1,80). Trotz der Quote von 4,65 für einen Sieg der Eintracht, ist dieser nicht allzu unwahrscheinlich. Immerhin holte die Kovac-Elf in dieser Saison sechs Siege und drei Remis auf fremdem Terrain.

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