FC Chelsea: Conte verlängert – Beginn einer Ära?

Nun ist es offiziell! Antonio Conte hat seinen Vertrag beim FC Chelsea vorzeitig verlängert. Das alte Arbeitspapier lief bis 2019, der neue Kontrakt – vermutlich mit besseren Konditionen – endet erst im Jahr 2021. Der Italiener hat mit dem Gewinn der Meisterschaft einen optimalen Start hingelegt, nun kann er „seinen FC Chelsea“ aufbauen.

Unglaubliche 2,43 Punkte pro Partie – das ist die Bilanz, die Antonio Conte nach seinem ersten Jahr beim FC Chelsea vorzuweisen hat. Damit ist er der beste Blues-Trainer aller Zeiten. Zugegeben: Eine Saison ist kein außergewöhnlich langer Zeitraum, doch auch andere Coaches wie Guus Hiddink (139 Tage im Amt) können nicht einen solchen Schnitt vorweisen. Der Niederländer kam in der Saison 2008/09 nur auf 2,41 Zähler pro Spiel und ist damit Conte-Konkurrent Nummer 1.

Costa wird gehen, Rüdiger und Bakayoko schon da

Und der Italiener bastelt weiter an seinem Wunschkader für die kommende Spielzeit. Anders als noch im letzten Jahr wird der FC Chelsea dann auf vier statt auf drei Hochzeiten tanzen, immerhin qualifizierten sich die Londoner durch den Meistertitel nach einjähriger Abstinenz wieder für die Champions League. Leistungsträger haben bisher noch nicht den Verein verlassen. Das wird sich aber definitiv noch ändern, denn Conte plant nicht mehr mit Torjäger Diego Costa. Der spanische Nationalspieler soll vor einer Rückkehr zu Ex-Klub Atletico Madrid stehen. Diese wird allerdings durch die Transfersperre der Colchoneros, die bis Januar 2018 gilt, erschwert.

Das wird Conte höchst wenig interessieren. Vielmehr stellt er aktuell Stück für Stück seinen neuen Kader zusammen. Mit Antonio Rüdiger (für 35 Millionen Euro vom AS Rom) und Tiemoue Bakayoko (für 40 Millionen Euro vom AS Monaco) langte der Italiener schon zweimal im teuren Transferregal zu.

Defensive first

Wie von Italienern gewohnt, legt auch Conte das Hauptaugenmerk auf die Defensive. Der 47-Jährige kassierte in seinem ersten Chelsea-Jahr durchschnittlich nur 0,93 Treffer pro Partie. Aber auch die 109 geschossenen Tore in 47 Pflichtspielen können sich durchaus sehen lassen. Besonders zum Ende der Saison drehte die Offensive um Starspieler Eden Hazard noch einmal richtig auf. In fünf der letzten sechs Ligapartien erzielte Chelsea mindestens drei Tore.

Ob die Blues auch in der kommenden Saison so dominierend durch die Premier League marschieren werden, ist eine berechtigte Frage. Schließlich liegt der Fokus nun wieder ganz klar auf der Champions League, weshalb auch die Breite des Kaders mit Neuzugängen wie Rüdiger und Bakayoko deutlich verbessert werden musste. Auch in der Offensive muss noch etwas getan werden, schließlich muss einer Torjäger Costa, der in der letzten Saison 20 Treffer markierte, ersetzt werden. Sollte Conte jedoch keinen geeigneten Nachfolger finden, könnte die Degradierung Costas zum echten Stolperstein auf dem Weg zu einer Ära werden.

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