Bröndby IF: Die deutsche Filiale in Dänemark

Der FC Barcelona in den 90ern, der FC Arsenal zu Beginn des neuen Jahrtausends und nun Bröndby IF – doch was haben all diese so unterschiedlichen Vereine gemeinsam? Sie alle hatten bzw. haben viele Spieler aus einer anderen Nation unter Vertrag. Bei den Dänen ist gerade nämlich der Deutschland-Boom ausgebrochen.

Michael Reiziger, Winston Bogarde, Phillip Cocu, Patrick Kluivert, Jordi Cruyff, Frank de Boer, Ronald de Boer, Ruud Hesp und Boudewijn Zenden – sie alle kickten in den 90er Jahren für den FC Barcelona. Allesamt Niederländern. Beim FC Arsenal waren es in den 00er Jahren die Franzosen, die das Mannschaftsbild der Gunners dominierten: William Gallas, Abou Diaby, Gael Clichy, Mathieu Flamini, Thierry Henry, Samir Nasri, Emmanuel Petit, Robert Pires, Bacary Sagna, Patrick Vieira und Sylvain Wiltord.

Die Gründe für diese ungewöhnlich hohe Anzahl von Spielern aus einer Nation sind einfach. Beim FC Barcelona waren mit Johan Cruyff (1988-1996) und Louis van Gaal (1997-2000) in diesem Zeitraum zwei niederländische Trainer tätig. Beim FC Arsenal ist es dasselbe. Trainerlegende Arsene Wenger ist Franzose.

7 deutsche Spieler bei Bröndby

Ein ähnliches Phänomen scheint derzeit in Dänemark zu entstehen. Beim Pokalsieger Bröndby IF stehen aktuell sieben deutsche Spieler unter Vertrag. Allein in diesem Sommer wurden vier Kicker aus der Bundesrepublik geholt. Auch hier nahm alles seinen Anfang mit der Verpflichtung des deutschen Trainers Alexander Zorniger. Seit dem Sommer 2016 ist der ehemalige Coach von RB Leipzig und dem VfB Stuttgart in dem Vorort der dänischen Hauptstadt Kopenhagen angestellt.

Nach und nach installierte Zorniger seine deutsche Filiale in Dänemark. Anfangs waren es mit Benedikt Röcker und Hany Mukhtar nur zwei Deutsche, die er für das Projekt Bröndby begeistern konnte. Doch nachdem sich die sportliche Lage deutlich verbesserte – u.a. kickte man Hertha BSC in der Europa League-Qualifikation raus -, kommen nun immer mehr Spieler aus Deutschland zu Bröndby.

Deutsches Torwart-Duo

Vor allem auf der Torwartposition setzt Zorniger auf Qualität aus der Heimat. Marvin Schwäbe und Benjamin Bellot bilden das Keeper-Gespann in Dänemark. Während Schwäbe erst in diesem Sommer von der TSG Hoffenheim losgeeist wurde, spielt Bellot bereits seit dem Sommer 2017 bei den Blau-Gelben. Außerdem wurden für die neue Saison Dominik Kaiser, Anthony Jung (beide RB Leipzig) und Björn Kopplin (Hobro IK) geholt.

Und der Plan, auf Deutsche zu setzen, die den Durchbruch in der Heimat nicht schaffen, zu setzen, ist bereits aufgegangen. In der vergangenen Saison gewann Bröndby den ersten Titel seit 2008. Die Zorniger-Truppe gewann 2017/18 den dänischen Pokal. Vielleicht reicht es mit vier neuen Deutschen in der neuen Spielzeit ja sogar für die Meisterschaft? Es wäre die Krönung eines deutschen Traums in Dänemark.

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