Mark Uth: Der Jubiläumsdebütant und seine Perspektive

Von Joachim Löw weiß man nach zwölf Jahren als Bundestrainer: Jogi hat gerne den Überraschungsmoment auf seiner Seite! Und als er nun ausgerechnet den glücklosen Schalker Mark Uth aus dem Hut gezaubert hat, erntete der 58-Jährige mal wieder skeptische Blicke. Wir erklären, warum der Jubiläumsdebütant eine Chance im DFB-Team verdient.

Da steht sie, die schwarze Null. Für die meisten Experten ein Totschlagargument, um das Bewerbungsschreiben eines Offensivspielers sofort wieder in die Tonne zu hauen. Dass Mark Uth, im Alter von 27 Jahren ohnehin ein Spätzünder in der Nationalelf, die Stelle als neuer (Aushilfe)-Stürmer bekam und bei einem Einsatz in der Nations League gegen die Niederlande oder in Frankreich der 100. Debütant der Löw-Ära wird, hat mehrere Ursachen.

Torriecher verloren oder Opfer des Systems?

Einerseits musste der vor dem WM-Debakel erstmals berufene Kandidat (Nils Petersen) verletzungsbedingt absagen. Dazu erinnerte sich Jogi Löw wohl an Uths furiose Tor-Quote in den letzten beiden Jahren. 29 Buden in 78 Spielen für TSG Hoffenheim lesen sich da schon aussagekräftiger. Warum Löw den gebürtigen Kölner in seiner stärksten Phase links liegen gelassen und mal wieder sein Faible für Spieler aus dem Raum Freiburg/Stuttgart bestätigt hat, bleibt letztlich sein Geheimnis.

Warum Uths Formkurve seit dem Wechsel aus dem Kraichgau zum FC Schalke 04 immer weiter nach unten zeigt? Es scheint eher eine Frage des Systems. Der dortige Trainer Domenico Tedesco ordnet alles einer stabilen Defensive unter, die weite Bälle auf die Stürmer schlägt. Schon im Vizemeisterjahr kamen die Königsblauen vornehmlich über Standardsituation zum Torerfolg und glänzten mehr durch brutale Effektivität als Kombinationsspiel, wie es Mark Uth aus Hoffenheim gewöhnt war.

Die One-Hit-Wonder unter Löws Debütanten

Ob der wendige Stürmertyp Uth mit dem starken linken Fuß besser zu Löws Spielstil passt? Unsere Buchmacher unterstützen diese Theorie, indem der Schalker für den Länderspiel-Klassiker zwischen Holland und dem DFB-Team mit einer Tor-Quote von 2,60 geführt wird. Immerhin noch vor Thomas Müller (2,70) und knapp hinter dem formstarken Leipziger Timo Werner (2,40). Kann der Schalker in beiden Partien keine Akzente setzen, hängt ihm jedoch schnell der Notnagel-Stempel an, wie die Liste der folgenden Löw-Debütanten zeigt.

Diego Demme – Debüt Juni 2017 – ein Länderspiel

Yannick Gerhardt – Debüt November 2016 – ein Länderspiel

Sebastian Jung – Debüt Mai 2014 – ein Länderspiel

André Hahn – Debüt Mai 2014 – ein Länderspiel

Oliver Sorg – Debüt Mai 2014 – ein Länderspiel

Maximilian Arnold – Debüt Mai 2014 – ein Länderspiel

Tobias Weis – Debüt Juni 2009 – ein Länderspiel

Marvin Compper – Debüt November 2008 – ein Länderspiel

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