Droht dem FC Bayern der Zerfall?

Deutscher Meister 2018! Auch im sechsten Jahr in Serie bleibt der FC Bayern München in der Bundesliga das Nonplusultra und schnappt sich mit großem Vorsprung den Titel. Doch trotzdem ist man in der bayrischen Landeshauptstadt nicht zufrieden mit der abgelaufenen Saison. Der Grund: In der Champions League scheiterte man wieder einmal im Halbfinale, im DFB-Pokal-Finale gab es eine 1:2-Pleite gegen Frankfurt. Und nun grübeln einige Spieler auch noch über einen vorzeitigen Abgang.

Es ist zu einer Unsitte geworden. Trotz eines laufenden Vertrags wollen Spieler den Verein wechseln. Unterschiedlichste Gründe werden angeführt: Neue Herausforderung, Mobbing, der nächste Karriereschritt. Oft steckt einfach nur das liebe Geld dahinter. Englische und spanische Klubs locken mit Fabelgehältern und viele Akteure folgen dem Ruf des Geldes. Nun scheint dieses „Fieber“ auch beim FC Bayern angekommen zu sein.

Lewandowski machte den Anfang

Als erster Star äußerte sich Robert Lewandowski zu seiner Zukunft. Genauer gesagt nicht der Pole selbst tat dies, sondern sein Berater Pini Zahavi: „Robert spürt, dass er eine Veränderung und neue Herausforderung brauche. Die Verantwortlichen des FC Bayern wissen darüber Bescheid.“ Heißt nicht viel mehr als: „Lasst mich gehen, ich weiß nicht, ob ich sonst meine Form halten kann.“ Dass Lewandowski noch einen Vertrag bis 2021 besitzt. Interessiert keinen. Außer Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß. Die beiden FCB-Bosse haben aufgrund des langfristigen Kontrakts auch das Sagen.

Auch die Aussagen von Jerome Boateng dürften für einigen Wirbel in München gesorgt haben: „Das Ausland ist immer interessant. Man hat nicht viele Chancen. Da muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er nochmal die Erfahrung sammeln möchte“, sagte der deutsche Nationalspieler bei Sky. Ein Bekenntnis zum aktuellen Arbeitgeber hört sich anders an. Mit 29 Jahren wäre es für Boateng außerdem wohl der letzte Zeitpunkt für einen Top-Vertrag im europäischen Ausland.

Thiago, Tolisso und Alaba umworben, Vidal ebenfalls wechselwillig

Als wären die Äußerungen von Lewandowski und Boateng nicht schon schlimm genug, werden auch die Mittelfeldspieler Thiago und Corentin Tolisso von anderen Klubs umworben. Der FC Barcelona will Thiago für rund 80 Millionen Euro zurück nach Katalonien holen wollen, der Franzose Tolisso, der in dieser Bundesliga-Saison nur 17 Mal in der Startelf stand, soll auf dem Wunschzettel des FC Arsenal stehen. Auch David Alaba soll das Interesse des FC Barcelona auf sich gezogen haben.

Bei Arturo Vidal ist die Lage etwas anders. Auch er ist in Europa heiß begehrt, hat aber nur noch einen Vertrag bis 2019. Will der FC Bayern also noch eine ordentliche Ablösesumme erzielen, müssen sie den Vertrag mit dem Chilenen verlängern oder ihn in diesem Sommer verkaufen. „Wenn ich den Verein wechsle, will ich um die Champions League kämpfen und Titel gewinnen“, äußerte sich der 31-Jährige zuletzt. Es bleibt spannend!

Der FC Bayern sitzt am längeren Hebel

Allerdings ist der FC Bayern nicht gezwungen, wichtige Spieler abzugeben. Gerade Uli Hoeneß pochte zuletzt auf die Erfüllung der Verträge. „Wir werden der Fußballwelt beweisen, dass der Verein noch immer der Stärkere ist“, so Hoeneß und spielte damit auf die Erpressung von Ousmane Dembele im letzten Sommer an. Damals streikte sich der Franzose von Borussia Dortmund zum FC Barcelona. Mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge haben die Bayern auch Persönlichkeiten, die ihre Meinung durchsetzen werden. Der Zerfall des FC Bayern ist nahezu ausgeschlossen.

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