Galatasaray: Der Tiefpunkt ist erreicht

Überraschung in der Qualifikation zur Europa League . Der türkische Rekordmeister Galatasaray ist am schwedischen Provinzklub Östersund gescheitert. Nach der Niederlage im Hinspiel (0:2) reichte es vor heimischem Publikum für die Türken nur zu einem Unentschieden (1:1). Eine Blamage! Damit hat der Klub den vorläufigen Tiefpunkt eines seit Jahren andauernden Niedergangs erreicht.

20 Meisterschaften, 17 türkische Pokalsiege und UEFA Cup Sieger im Jahr 2000 – die Liste der Erfolge von Galatasaray ist lang. Aktuell ist der Klub von seiner ruhmreichen Vergangenheit allerdings meilenweit entfernt.

Ein Schatten alter Tage

Seit der letzten Meisterschaft in der Saison 2014/15 geht es mit dem Klub kontinuierlich bergab. In der Süper Lig, in der traditionell die drei großen Istanbuler Vereine Fenerbahce, Besiktas und eben Galatasaray den Titel unter sich ausmachen, belegte „Cim Bom“ in den vergangenen beiden Spielzeiten nur die Plätze 6 und 4.

Im letzten Jahr durfte Galatasaray aufgrund einer Sperre der UEFA nicht am Europapokal teilnehmen. Nach dem Aus gegen Östersund ist der Klub auch in dieser Saison nicht auf internationalem Parkett vertreten. Das ist für die Fans des Vereins ein großer Stich ins Herz, schließlich ist man es am Bosporus gewöhnt, sich mit den europäischen Schwergewichten zu messen. Noch 2013 stand Galatasaray im Viertelfinale der Champions League.

Hausgemachte Probleme

Aber was ist der Grund für die Abwärtsspirale? Da wäre vor allem der große Trainerverschleiß zu nennen. Seit dem erneuten Ende der Amtszeit von Klub-Legende Fatih Terim im September 2013 versuchten sich acht Trainer auf der Gala-Bank. Langfristiger Erfolg? Fehlanzeige!

Auch die Transferpolitik wirft viele Fragen auf. Statt auf junge Spieler zu setzen, wird vermehrt Geld in Altstars investiert. Die aktuelle Transferperiode ist Beispielhaft dafür. Das portugiesische Talent Bruma verließ den Klub und wechselte zu RB Leipzig, im Gegenzug kamen mit Spielern wie Mariano oder Bafetimbi Gomis Ü30-Akteure nach Istanbul.

Ob die Transferpanne um Kevin Großkreutz, der politisch-geprägte Entzug der Klub-Mitgliedschaften der einstigen Idole Hakan Sükür und Arif Erdem oder die auf Druck von Landespräsident Erdogan erfolgte Umbenennung der Türk Telekom Arena – Galatasaray Istanbul gibt schon seit geraumer Zeit ein trauriges Bild ab. Da passt die aktuelle sportliche Blamage gut ins Bild.

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