In Deutschland hui, im Ausland pfui

Seit jeher sind deutsche Torhüter bei ausländischen Klubs beliebt. Aktuell hütet der ehemalige Gladbacher Marc-Andre ter Stegen das Gehäuse des FC Barcelona und ist unumstrittener Stammspieler. Jedoch gibt es auch ein aktuelles Beispiel, wo der Schlussmann „Made in Germany“ als gescheitert gilt: Loris Karius vom FC Liverpool.

Spätestens nach dem Rekordeinkauf des Brasilianers Alisson Becker, scheinen sich die Wege des Ex-Mainzers und dem FC Liverpool zu trennen. 2016 war Karius für 6,2 Millionen Euro von den 05ern aus der Bundesliga gekommen. Bisher stehen 49 Einsätze zu Buche. Ein Gradmesser eines Keepers sind Gegentore. 22 Mal blieb sein Kasten sauber, jedoch wenn es klingelte, dann heftig. 47 Gegentore kassierte Karius, macht im Schnitt 1,7 Tore pro Spiel. Doch der Dolchstoß für sein Scheitern bei Liverpool waren seine beiden verheerenden Patzer im Champions-League-Finale gegen Real Madrid, die maßgeblich zur 1:3 Niederlage seines Teams beitrugen. Es mag ein sehr bitteres Beispiel sein, aber Karius reiht sich in eine prominente Liste an Torhütern ein, die im Ausland nicht ihr Glück fanden.

Lehmann, Hildebrand und Co.

Jens Lehmann, der Elfmeterheld im WM-Viertelfinale von 2006 gegen Argentinien, hatte vor seinem Engagement bei Borussia Dortmund (1999-2003), ein halbjähriges Missverständnis in der Serie A. Für den AC Mailand stand Lehmann sechs Mal im Kasten und musste auch genauso oft hinter sich greifen. Im Juli 1998 gekommen, flüchtete Lehmann im Januar 1999 mit den Worten“ Ich halte es hier nicht mehr aus!“ in Richtung Westfalen.

Etwas länger dauerte die Liaison von Timo Hildebrand und dem FC Valencia in der spanischen Primera Division. Von Juli 2007 bis Januar 2009 war der ehemalige Stuttgarter auf dem Gehaltszettel der Blanquinegros. Nach einer Eingewöhnungsphase konnte er sich zeitweise als Nummer 1 etablieren. Insgesamt stehen aber nur 39 Einsätze auf seinem Konto. Im Januar 2009 verließ er Valencia und flüchtete zur TSG Hoffenheim.

Aber nicht nur der aktuelle Fall Karius könnte bald in einer Trennung enden. Seit 2015 spielt Kevin Trapp bei Paris-Saint Germain. Unmittelbar nach seinem Wechsel in die Ligue 1, hat er überzeugen können. Danach fand er sich allerdings immer öfter auf der Bank wieder. Neu-Coach Thomas Tuchel dürfte ihm mit der Verpflichtung von Altmeister Gianluigi Buffon kein weiteres Vertrauen schenken. Auch wenn sich Trapp nach eigener Aussage in Paris durchbeißen will.

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