CL-Debakel: Die größten Bayern-Niederlagen in der Königsklasse

0:3 verloren und hätten Neymar, Mbappé und Cavani konsequenter ihre Chancen genutzt, hätte es auch noch höher ausgehen können – der FC Bayern erlebte bei Paris St. Germain eine Lehrstunde. Für die erfolgsverwöhnten Münchner ein harter Schlag. In diesem Jahrtausend musste der FCB allerdings schon mehrere deftige Pleiten in der Champions League hinnehmen.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Die internationale Presse ließ einen Tag nach der Bayern-Niederlage in Paris kein gutes Haar am deutschen Rekordmeister aus:

„Paris verpasst Bayern historischen Schlag auf den Hintern.“ (Le Parisien)

„Bayern steckt nach fünf Jahren sich wiederholender Erfolge in der Krise. Die Erschöpfung der älteren Spieler ist jedes Mal spürbarer.“ (El Pais)

„Bayern erließ den Parc des Princes versenkt und mitten in einer sportlichen Krise, wie man sie lange Zeit im Verein nicht mehr erlebte. (Marca)

„PSG hat die Bayern mit der Autorität eines Titelfavoriten dominiert. Das 3:0 war eine Ohrfeige, die die Wange der Bayern rot werden ließ. Jene Bayern, die die Art und Weise der Politik des Gegners infrage gestelt haben.“ (L’Equipe)

„Bayern wurde verschlungen. Die Abwehr ist ihr schwächstes Glied.“ (El Mundo)

Auswärts nicht überzeugend

Wie wird der FC Bayern diese Niederlage verkraften? Es ist nicht zu übersehen, dass der FCB in der Champions League vor allem auswärts große Probleme hat. Das belegt auch die Statistik. In den letzten 3 Jahren gewannen die Münchner nur sechs von insgesamt 17 Auswärtsspielen in der CL. Dem gegenüber stehen acht Niederlagen und drei Unentschieden. Daheim gab es im gleichen Zeitpunkt 16 Siege und nur eine einzige Pleite. Das ist keine Bilanz für einen selbsternannten Titel-Kandidaten.

Die höchsten CL-Niederlagen seit 2000

Wer jetzt glaubt, das klare Ergebnis in Paris sei eine Ausnahme in der CL-Geschichte der Bayern, der irrt. In diesem Jahrtausend musste sich der FCB in der Königsklasse bereits mehrfach deutlich geschlagen geben.

6. März 2001, Zwischenrunde: Olympique Lyon besiegte die Bayern durch zwei Tore von Sidney Govou und einem Treffer von Pierre Laigle mit 3:0. Im Anschluss hielt Franz Beckenbauer seine berühmte Bankett-Rede und die Bayern holten am Ende den Titel.

8. März 2006, Achtelfinale: Mit 4:1 schossen Felipe Inzaghi (zwei Tore), Andrej Schewtschenko und Kaka die Bayern aus dem San Siro. Valerien Ismael sorgte nur für Ergebniskosmetik. Damals auf der Milan-Bank: Carlo Ancelotti.

8. April 2009, Viertelfinale: Die damalige Mannschaft von Jürgen Klinsmann kam im Camp Nou mit 4:0 unter die Räder. Zweimal Lionel Messi, Thierry Henry und Samuel Eto’o sorgten bereits in den ersten 45 Minuten für klare Verhältnisse.

29. April 2014, Halbfinale: Real Madrid stürmte mit 4:0 die Allianz-Arena. Mit jeweils zwei Treffern waren Cristiano Ronaldo und Sergio Ramos die überragenden Akteure der Königlichen.

6. Mai 2015, Halbfinale: Der FC Barcelona stellte durch einen 3:0-Sieg im Hinspiel bereits die Weichen für den Finaleinzug. Lionell Messi (zwei) und Neymar ließen in den letzten 15 Spielminuten alle FCB-Träume zerplatzen.

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