HSV: Der nächste Versuch mit einem Brasilianer

Der Hamburger SV hat auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Von Gremio Porto Alegre wechselt der defensive Mittelfeldspieler Walace an die Elbe. Stolze zehn Millionen Euro macht der Bundesligist dafür locker. Mit dem Transfer ist ein großes Risiko verbunden. Bislang nämlich floppten die meisten Brasilianer im HSV-Trikot.

Mit Walace und Landsmann Douglas Santos stehen aktuell zwei Spieler aus dem Land des Rekordweltmeisters im Kader der Rothosen. Wallace ist der elfte Brasilianer, der beim Hamburger SV einen Vertrag unterzeichnete. Die Bilanz der Spieler vom Zuckerhut in der Elb-Metropole ist allerdings schlecht. Zusammen kommen die bisherigen zehn Brasilianer nur auf 251 Einsätze. Durchschnittlich absolvierten sie also nur 25 Spiele für den HSV. Ein schwacher Wert, wenn man bedenkt, dass die Spieler insgesamt knapp 41 Millionen Euro an Ablösesumme gekostet haben.

Nur einer überzeugte dauerhaft

Einzig Zé Roberto war sein Geld wert. Der langjährige Bundesliga-Profi trug von Juni 2009 bis Juli 2011 72 Mal das Trikot der Norddeutschen. Er kostete den Klub nur vier Millionen Euro an Ablösesumme und war konstant ein Leistungsträger.

Es gibt allerdings Hoffnung: Auch der im Sommer verpflichtete Rechtsverteidiger Douglas Santos hinterlässt bislang einen guten Eindruck. Bis auf den ersten Spieltag stand der 22-Jährige bislang in allen anderen 18 Pflichtspielen von Anfang bis Ende auf dem Platz.

Viele teure Fehlinvestitionen

Besonders in den Jahren 2006 bis 2008 enttäuschten die Brasilianer in Hamburg auf ganzer Linie. Alex Silva (27 Spiele) und Thiago Neves (neun Spiele) kamen als Hoffnungsträger für viel Geld in die Hansestadt, schafften allerdings nie den Durchbruch und suchten schnelle das Weite. Auch Ailton (13 Spiele) konnte während seiner Leihe in der Rückrunde 2005/06 nicht an erfolgreiche Bremer Zeiten anknüpfen.

Der letzte Brasilianer, der den HSV verließ, war Abwehrspieler Cleber Reis im Dezember 2016. Immerhin bereitete er im Relegationsspiel beim Karlsruher SC im Juni 2015 den 2:1-Siegtreffer durch Nicolai Müller vor. Damit hat er maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt des Dinos. Insgesamt pendelte er in seinen zweieinhalb Jahren aber immer zwischen Platz, Bank und Krankenstation.

Waldomir Pacheco Buca (1979/80), Nando (1990-1992), Emerson (1991-1993) und Jean Carlos (2004/2005) sind heute wohl kaum einem HSV-Fan noch in Erinnerung. Dieser Umstand sagt genug über die gezeigten Leistungen aus. Als Hamburger kann man nur hoffen, dass Walace sich ein Beispiel an Zé Roberto nimmt.

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