Huddersfield Town: Träume vom Aufstieg, Kachunga bleibt

Lang, lang ist’s her! Dass Huddersfield Town einmal in der höchsten englischen Liga spielte, liegt bereits über 40 Jahre zurück. Seitdem muss man sich im englischen Norden mit den unteren Spielklassen zufriedengeben. Doch nun schicken sich die Terrier an – so der Spitzname des Klubs – die Rückkehr in die erste Liga zu realisieren. Dabei spielen gleich sieben Deutsche keine ganz unwichtige Rolle.

Christopher Schindler, Michael Hefele, Chris Löwe, Elias Kachunga und Collin Quaner, dazu kommen auch noch die Trainer David Wagner und Christoph Bühler – die deutsche Filiale im englischen Huddersfield ist inzwischen auf sieben Personen angewachsen. Und der Verein scheint mit dieser Transfermentalität gar nicht so schlecht zu fahren. Nach 38 Spieltagen rangiert der Klub aus der englischen Grafschaft Yorkshire auf dem dritten Platz der Championship und hat somit alle Chancen auf den erstmaligen Sprung in die Premier League (1992 gegründet).

Wagner gibt die Richtung vor, Kachunga setzt sie um

Macher der Erfolgsmannschaft ist Trainer David Wagner. Der 45-jährige Deutsch-Amerikaner gewann 1997 mit dem FC Schalke 04 den UEFA Pokal, arbeitet später als U23-Coach von Borussia Dortmund, wo er sich einen Namen als Trainer machte. Zudem ist er ein dicker Kumpel von Liverpool-Trainer Jürgen Klopp, war sogar sein Trauzeuge. Die beiden kennen sich aus den gemeinsamen Jahren beim FSV Mainz 05. Seit September 2015 schwingt Wagner den Taktstock bei den Terriern, führte den Klub gleich aus der Abstiegszone zum sicheren Klassenerhalt. Nun ist Huddersfield Dritter und hat bereits zehn Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Relegationsplatz.

Erst im Winter holten die Blau-Weißen den nächsten Deutschen auf die Insel. Collin Quaner war Huddersfield eine Ablöse von 500.000 Euro wert. Der Stürmer kam vom 1. FC Union Berlin, wo er in 14 Spielen auf zwölf Scorerpunkte (sieben Tore, fünf Assists) kam. Ganz so rund läuft es für ihn in England noch nicht. Bei acht Einsätzen konnte er noch keinen Treffer erzielen.

Dafür springt dann regelmäßig Teamkollege und Landsmann Elias Kachunga ein. Der in der Jugend von Borussia Mönchengladbach ausgebildete Offensivspieler ist derzeit noch vom FC Ingolstadt ausgeliehen, führt jedoch die interne Torschützenliste von Huddersfield an. Zehnmal brachte er den Ball schon im gegnerischen Gehäuse unter. Kein Wunder, dass der Wagner-Klub bereit war die Kaufoption über 1,3 Millionen Euro zu ziehen. „Elias ist sehr beliebt bei Fans wie Mitspielern. Den Wechsel zu fixieren, ist ein großer Tag für den Klub. Das Beste daran ist, dass Elias erst 24 Jahre alt ist und noch viel Potenzial hat“, wird Coach Wagner im kicker zitiert. Vielleicht zeigt Kachunga sein Potenzial ja schon nächstes Jahr in der Premier League. In dem Fall hätte Huddersfield ein echtes Schnäppchen gemacht, denn in der vermeintlich besten Liga der Welt sind einstellige Millionen-Ablösesummen eher eine Ausnahme.

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