Klopp-Krise: Liverpool und „The Normal One“ nur noch Mittelmaß

Als Geheimfavorit auf die Meisterschaft gestartet, versinkt der FC Liverpool derzeit im Mittelmaß der Premier League. Rückschläge wie das jüngste 1:4 in Tottenham nähren die Zweifel am ambitionierten Projekt LFC/Jürgen Klopp.

Es war erst die zweite Niederlage der Reds in der Saison 2017/18. Gänzlich verzogen, hat sich der Pulverdampf zu Wochenbeginn noch nicht. Der britische Boulevard geht steinhart mit der Klopp-Elf ins Gericht und der deutsche Trainer erstmals auf Distanz zur eigenen Mannschaft. „Es ist ja nicht so, dass Tottenham genial spielen musste. Wir stehen verdient da, wo wir stehen“, analysierte der 50-Jährige mit grimmiger Mine.

19 Gegentore: Qualitätsfrage in der Defensive

13 Punkte bedeuten nur Platz neun mitsamt einem negativen Torverhältnis. Tabellenführer Manchester City (25) hat fast doppelt so viele Zähler gesammelt – der Zug in Richtung Titel scheint früh abgefahren! Eine Aufholjagd zur Spitze (Quote 61,00) gleicht mit dieser Abwehr sozusagen der Quadratur des Kreises. International mag diese Gegnern wie NK Maribor (7:0) am vorherigen Dienstag stand halten.

In der Premier League genügen Joel Matip oder der im Tottenham-Spiel völlig überforderte Dejan Lovren (nach 32 Minuten ausgewechselt) nicht den allerhöchsten Ansprüchen. Torhüter Simon Mignolet, der 19 Gegentore in zehn Pflichtspielen kassiert hat, macht auch keinen großartig sichereren Eindruck als der Ex-Mainzer Loris Karius. Derartige Schnitzer der gesamten Defensive wie gegen Harry Kane und Co. im Wembley-Stadion sind auch kein Einzelfall.

Keita-Transfer kommt zu spät

Insgesamt neun Gegentore setzte es in den Spitzenspielen in Tottenham und bei ManCity. Selbst beim FC Watford (3:3) klingelte es dreimal im Kasten der Reds. Will heißen: Viele Teams wissen, wie man den Klopp-Code entschlüsselt und das Gegenpressing des LFC bekämpft. Der Ausfall von Sadio Mané tut sein übriges. „Wir können derzeit nicht über die Top Four sprechen“, redet Jürgen Klopp Klartext. Viel würde der ehemalige BVB-Coach dafür geben, wenn Naby Keita schon früher auf die Insel wechselt.

Der Mittelfeldmotor von RB Leipzig kommt bekanntlich erst im nächsten Sommer für rund 70 Millionen Euro nach Liverpool. Für „The Normal One“ geht es darum, schnell für mehr Balance im Spiel zu sorgen und den Negativlauf gegen Huddersfield (Samstag, 16.00 Uhr) zu beenden. Der von David Wagner, Trauzeuge von Klopp, trainierte Aufsteiger entzauberte zuletzt Manchester United (2:1) und liegt nur einen Punkt hinter Liverpool. Die Buchmacher sind skeptisch, ob die Reds einen Zu Null-Erfolg schaffen – Quote 1,75!

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