1. FC Köln: Diese Spieler können das Gerüst für den Wiederaufstieg bilden

Spätestens seit dem desaströsen 3:4 gegen Freiburg ist der 1. FC Köln faktisch abgestiegen (Köln wird Letzter Quote 1,22). Nach nur drei Zählern aus 15 Spielen müsste ein Fußballwunder historischen Ausmaßes her, um den Rückstand von jetzt zwölf Punkten auf den Relegationsplatz noch aufzuholen. Der neue Sportchef Armin Veh hat in der Winterpause wohl weniger die Aufgabe neue Stars zu verpflichten, die dieses Wunder möglich machen. Er muss ein Team zusammenstellen, das ab Juni den dann sechsten Neustart in Angriff nehmen kann. Das Gerüst dieser Elf trägt bereits das FC-Trikot.

Auch wenn die FC-Verantwortlichen wiederholt betont haben, dass alle Profis einen Vertrag für die 2. Bundesliga haben, werden einige von ihnen den Gang ins Unterhaus nicht antreten. Ganz sicher sind das Nationalspieler Jonas Hector und Keeper Timo Horn, der Silbermedaillengewinner von Rio. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit werden auch der talentierte Leonardo Bittencourt und Marco Höger den FC verlassen. Beide haben ihre Erstligatauglichkeit nicht nur in Köln, sondern zuvor auch schon bei anderen Klubs unter Beweis gestellt. Ebenfalls ein fast sicherer Abgang: Dominique Heintz, der beste Verteidiger des 1. FC Köln. Bei allen anderen ist nichts in Stein gemeißelt.

1. FC Köln: Der neue Abwehrchef ist schon da

In der Krise hat sich gezeigt, dass dem FC Spieler fehlen, die einen klaren Kopf behalten und vorangehen. Einer der wenigen war in den letzten Wochen Dominic Maroh. Vor der Saison ein Wackelkandidat, ist er jetzt ein Lichtblick im Defensivverbund und designierter Abwehrchef in Liga 2. Mit dann 31 Jahren gehört er noch nicht zum alten Eisen, verfügt über die notwendige Erfahrung und spielerische Qualitäten, die bei Zweitligaverteidigern nicht oft zu finden sind. Ihm zur Seite stehen werden die Jungspunde Lukas Klünter und Jannes Horn. Auch der in Köln nicht sonderlich beliebte Pawel Olkowski ist sicher gut genug für Liga 2. Für Frederik Sörensen wird es vermutlich Angebote geben und der Klub täte gut daran, den inkonstanten Dänen gegen Bares zu tauschen. Ob Jorge Mere den Gang in die 2. Liga mitmacht oder lieber nach Spanien zurückkehrt, wird auch eine Frage des Geldes sein. Bisher hat er nicht das Gefühl vermittelt, in Köln unbedingt gebraucht zu werden.

Köln: Identifikationsfigur Marcel Risse

Spannend wird, ob Veh und sein neuer Trainer Kapitän Matthias Lehmann weiterhin die zentrale Rolle im Kölner Spiel anvertrauen. Sicher ist der Routinier gut genug für Liga 2, aber macht es nicht Sinn, seinen Nachfolger schon im Unterhaus „einzuarbeiten“? Erster Kandidat ist hierfür Salih Özcan, einer der wenigen Lichtblicke in der bisherigen Seuchensaison. Der FC muss froh sein, wenn kein Erstligist den 19-jährigen Kölner weglockt. Gleiches gilt für Marcel Risse. Der kampf- und offensivstarke Flügelmann ist mit dem Herzen in seiner Heimatstadt und eine echte Integrationsfigur. Aber natürlich hat er Erstligaformat. Das „Glück“ des FC ist vielleicht die Verletzungsanfälligkeit des fast 28-Jährigen – sie könnte andere Klubs abschrecken. Eine wertvolle Stütze dürfte in Liga 2 der zuletzt vielgescholtene Konstantin Rausch sein. Talent Nikolas Nartey kann seine Chance bekommen. Milos Jojic fällt in die Kategorie nice to have, dürfte für Liga 2 aber zu teuer sein.

Großbaustelle Angriff?

Die größten Fragezeichen tun sich im Kölner Angriff auf. Gerade die harmlose Offensive trägt eine große Schuld an der aktuellen Misere. Dennoch könnte der eine oder andere eine Etage tiefer eine wertvolle Option sein. Simon Zoller beispielsweise hatte seine beste Saison 2013/14 in der 2. Liga. Ob Yuya Osako dahin nochmal mitgehen will, ist fraglich. Zudem dürfte er gut verdienen. Sein Vertrag wurde im Sommer 2016 verlängert, damals legte Schmadtke sicher ein paar Euro drauf. Nächster Kandidat: Sehrou Guirassy. Der 21-Jährige hat für einige überraschend das Toreschießen für sich entdeckt und könnt der Fixpunkt im Angriff werden – wenn ihn kein Erstligist weglockt, zum Beispiel aus seiner französischen Heimat. Armin Vehs schwierigste Aufgabe wird es sein, 17-Millionen-Missverständnis Jhon Cordoba (kein Tor in acht Ligaspielen) loszuwerden. Der Fall Geromel kommt einem spontan in den Sinn. Mehrfach verliehen lagen die Transferrechte noch Jahre nach dem letzten Abstieg beim FC. 2016 ging der Brasilianer schließlich ablösefrei zu Gremio.

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