Marcel Koller in Österreich vor dem Aus

So schnell kann es im Fußball gehen – 2015 war Marcel Koller noch der gefeierte Held in Österreich, 2017 wollen ihn viele Fans nicht mehr in Amt und Würden sehen. Nach der ersten sportlichen Qualifikation für eine Europameisterschaft folgte nun in der WM-Quali fast ein Debakel. Die Chancen für eine ÖFB-Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2018 in Russland liegen im Promille-Bereich.

Acht Spiele, neun Punkte – das ist wahrlich nicht die Ausbeute, die für eine Teilnahme am größten Fußball-Event der Erde sprechen. Gemeint ist damit die österreichische Nationalmannschaft. In der Gruppe D reicht diese Punktanzahl nur für Platz 4. Bei fünf Zählern Rückstand sind die Chancen auf Platz 2 und somit auf die Playoffs fast utopisch. Serbien, Wales und auch Irland liegen in der Tabelle vor dem ÖFB-Team.

Vor zwei Jahren lief es dagegen noch deutlich besser. Ohne auch nur eine einzige Niederlage hatten sich Österreich damals nach zehn Partien (neun Siege, ein Remis) überraschend souverän für die EM-Endrunde in Frankreich qualifiziert. Doch das ist Schnee von gestern. Der Blick geht bereits in Richtung EM 2020.

Gespräche mit Nachfolgern wurde schon geführt

Für die österreichischen Medien ist nach dem blamablen Abschneiden bereits klar, dass Marcel Koller in Zukunft nicht mehr Alaba, Arnautovic & Co. trainieren wird. Sein Vertrag läuft noch bis zum Ende des Jahres. Dabei ist Koller, der erfolgreichste ÖFB-Trainer seit Herbert Prohaska, der die Fußballer der Alpenrepublik von 1993 bis 1999 betreute und auf einen Punkteschnitt von 1,65 Zähler pro Partie kam. Koller liegt mit 1,58 Punkten nur knapp darunter. Und auch eine sportliche Qualifikation für eine EM-Endrunde hatte vor Koller, der seit 2011 im Amt ist, niemand mit den Österreichern geschafft. Doch die aktuellen negativen Eindrücke überwiegen und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Verantwortlichen bereits Gespräch mit potenziellen Koller-Nachfolgern führen.

Sammer, Klinsmann & Co. sind utopisch

Wirft man einen Blick auf die österreichische Medienlandschaft, wird schnell klar, dass es der Nachfolger alles andere als leicht haben wird. Denn keine Geringeren als Matthias Sammer, das Duo Jürgen Klinsmann/ Andreas Herzog, Ralph Hasenhüttl oder auch Peter Stöger werden dort gehandelt. Allerdings ist es kaum vorstellbar, dass keiner aus diesem Quartett, den Job am Ende übernehmen wird. Hasenhüttl (Leipzig) und Stöger (Köln) sind bei ihren Klubs hochzufrieden und haben langfristige Verträge, Sammer und Klinsmann/Herzog werden finanziell nur schwer zu stemmen sein.

Bleibt die Frage, wer stattdessen den Job des Nationalcoaches übernehmen soll. Ein Name eine Nummer kleiner dürfte es wohlmöglich auch tun. In diese Kategorie würden Adi Hütter oder Zoran Barisic passen. Hütter ist zwar derzeit Trainer der BSC Young Boys aus der Schweiz, kennt den österreichischen Fußball allerdings aus dem Effeff. Schließlich war er sieben Jahre als Coach in der Bundesliga tätig.

Einen ähnlichen Lebenslauf hat auch Barisic vorzuweisen. Ebenso wie Hütter ist er Österreicher und war einige Jahre in der Bundesliga tätig. Bei Rapid Wien kam er von 2013 bis 2016 in drei Jahren immerhin auf einen Punkteschnitt von 1,76!

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