Tayfun Korkut: Erfolglos, aber dick im Geschäft

Viele Chancen bekommen Trainer im knallharten Fußball-Geschäft nicht. Entweder man liefert ab, oder man wird gefeuert. Einer, der bisher den Nachweis für seine Bundesliga-Tauglichkeit schuldig geblieben ist, ist Tayfun Korkut. Trotzdem hat der VfB Stuttgart ihn jetzt als Nachfolger für den entlassenen Hannes Wolf verpflichtet. Dabei ist Korkuts Bilanz absolut erschreckend.

20 Punkte nach 20 Spielen: Niemand hatte vor der Saison von Aufsteiger VfB Stuttgart erwartet, dass er mit Hurra-Fußball in den Europapokal stürmt, doch die Leistungen der vergangenen Wochen – der VfB verlor sieben seiner letzten acht Spiele – gaben nun Anlass zum Handeln. Die Schwaben trennten sich von Hannes Wolf, weil dieser wohl selbst nicht mehr davon überzeugt war, die Mannschaft noch zu erreichen.

Fußball-Romantik statt Erfolg

So weit, so schlecht. Natürlich benötigen die Stuttgarter nun einen neuen Coach, doch anstatt einen Trainer zu verpflichten, der sich bereits in der Bundesliga oder zumindest in Liga 2 bewehrt hat, holen sie einen Lokalmatadoren. Genauer gesagt Tayfun Korkut. Der Deutsch-Türke ist in Stuttgart geboren, coachte unter anderem auch schon die U19 des VfB, doch der ganz große Durchbruch als Trainer blieb ihm bisher noch verwehrt. Seine bisherigen Stationen: 48 Spiele bei Hannover 96 (Punkteschnitt 1,17), 18 Spiele beim 1. FC Kaiserslautern (Punkteschnitt 1,06) und zwölf Partien als Interimscoach bei Bayer Leverkusen (Punkteschnitt 1,00).

Sein größter Erfolg war die Verbesserung in Hannover von Platz 13 auf Rang 10, direkt in der Rückrunde nach seiner Amtsübernahme im Januar 2014. Doch auch Korkut schaffte es nicht, Hannover 96 langfristig aus dem Abstiegskampf fernzuhalten. Schon im April 2015 war für den ehemaligen Co-Trainer der türkischen Nationalmannschaft bei den Niedersachsen wieder Feierabend. Zu diesem Zeitpunkt hat Hannover nur zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Leverkusen-Zeit: Nur zwei Siege in zwölf Spielen

Ebenfalls wenig erfolgreich, war Korkuts Zeit in Kaiserslautern. Der gebürtige Schwabe war gerade einmal ein halbes Jahr für die sportlichen Geschicke des deutschen Meisters von 1998 verantwortlich. Nach nur 19 Punkten aus den ersten 17 Partien war auch in der Pfalz Schluss. Wenig Erfolg in Hannover, keinen Erfolg in Kaiserslautern: Da ist die logische Schlussfolgerung natürlich, dass Korkut einen Job in der Bundesliga angeboten bekommt. Genauer gesagt bei Bayer Leverkusen. Als Interimstrainer zwischen Roger Schmidt und Heiko Herrlich sollte er die verkorkste Saison der Werkself retten. Doch Pustekuchen. In zwölf Pflichtspielen gelangen Korkut nur zwei Siege. Die Folge: Bayer 04 landete nur auf Platz zwölf und verpasste damit nach etlichen Jahren erstmals das internationale Geschäft.

Für den inzwischen 43-Jährigen Coach kann man daher nur hoffen, dass er in Stuttgart schnell die Wende in Form von Punkten schafft, ansonsten könnte es für ihn nämlich auch schnell die letzte Chance im gutbezahlten Fußball-Business gewesen sein.

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