Bojan Krkic und die gescheiterten Super-Talente

Der FSV Mainz hat einen Coup auf dem Transfermarkt gelandet. Bis zum Saisonende spielt Bojan Krkic für die Rheinhessen. Der 26-Jährige galt einst als Nachfolger von Lionel Messi, wurde diesen Erwartungen allerdings nie gerecht. Er ist nicht das einzige Super-Talent, das nicht die erhoffte und prognostizierte Karriere hinlegte.

Wie aus dem Nichts präsentierte der FSV Mainz 05 am Sonntag den spektakulären Neuzugang. Bojan Krkic trägt ab sofort das Trikot des selbsternannten Karnevalsvereins. Der Spanier ist der wohl größte Name in der Geschichte der Rheinhessen. Ob er die an ihn gestellten Erwartungen erfüllen kann, ist allerdings fraglich. Bislang verlief die Karriere des Technikers eher enttäuschend.

Besser als Messi

Bereits mit 17 Jahren schaffte Krkic den Sprung in die Profi-Mannschaft des FC Barcelona. Vorher durchlief er die berühmte Jugendakademie „La Masia“ und war der überragende Akteur seines Jahrgangs. Er krönte sich mit 17 Jahren und 19 Tagen zum jüngsten Barca-Torschützen aller Zeiten und unterbot damit sogar Lionel Messi. In seiner Debüt-Saison kam er 48 Mal zum Einsatz und erzielte 12 Tore – eine starke Bilanz in so jungen Jahren. Doch das Niveau konnte er nicht halten.

Das ewige Talent

Seine Einsatzzeiten nahmen in den darauffolgenden Spielzeiten immer mehr ab. Auch Probleme mit Pep Guardiola führten dazu, dass Krkic Barcelona 2011 verließ. Es folgten zahlreiche Leihgeschäfte: AS Rom (2011/12), AC Mailand (2012/2013) und Ajax Amsterdam (2013/14). 2014 wurde das einstige Supertalent schließlich an Stoke City verkauft. Dort kam er bislang auf 60 Spiele (15 Tore, drei Assists). Nach einem Kreuzbandriss im Januar 2015 schaffte der 26-Jährige nicht mehr den Sprung zurück in die Stammformation, weshalb jetzt ein Leihgeschäft mit Mainz vereinbart wurde.

Krkic kein Einzelfall

Ob er nun in der Bundesliga den endgültigen Durchbruch zum Star schafft, werden die nächsten Monate zeigen. Die Beispiele anderer ehemaliger Super-Talente zeigen, dass der große Hype in jungen Jahren nicht förderlich war.

Freddy Adu: Der US-Amerikaner unterschrieb bereits mit 14 Jahren seinen ersten Profivertrag. Mittlerweile ist er 27 Jahre alt, spielte bereits für 13 verschiedene Klubs und kickt heute in der zweiten amerikanischen Liga.

Anderson: 31,5 Millionen Euro zahlte Manchester United 2007 für den damals 19-Jährigen. Den Durchbruch schaffte er nie. Nach einer Leihe zum AC Florenz kickt der Brasilianer heute in seiner Heimat bei Internacional Porto Alegre.

Celestine Babayaro: Mit 16 Jahren, zwei Monaten und 25 Tagen ist der Nigerianer bis heute der jüngste Spieler der Champions-League-Geschichte. Schnell wurde der FC Chelsea auf das Anderlecht-Talent aufmerksam. Nach sieben Jahren bei den Blues und zwei Jahren bei Newcastle United wechselte Babayaro zu Los Angeles Galaxy, wo er kurze Zeit später aus gehalttechnischen Gründen entlassen wurde. Mit 29 Jahren beendete er seine Karriere.

Die Liste der Akteure, die als kommende Superstars galten und den Sprung nicht schafften, ist lang. Auch Nicklas Bendtner, Javier Saviola oder Jan Simak gehören dazu.

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