Premier League: Der Niedergang von Jose Mourinho

Das Aus bei Manchester United ist der Tiefpunkt in der Karriere von Jose Mourinho. Einst prägte der Portugiese eine ganze Trainergeneration, heute scheinen seinen Methoden überholt und vor allem sein Auftreten gegenüber den Medien mutet oft seltsam an. The „Special One“ ist ein Schatten seiner selbst.

Ein kurzer und knapper Tweet von Manchester United beendete die Amtszeit von Jose Mourinho beim englischen Rekordmeister. Schon längst hatte er die Mannschaft gegen sich aufgebracht und die Fans haderten mit seiner Spielweise. Nun also der Rauswurf. Ob der Portugiese je wieder einen Top-Klub übernehmen wird, steht in den Sternen.

Pionierarbeit

Die Zahl der Titel von Jose Mourinho ist beeindruckend. In jedem Land, wo der Portugiese eine Mannschaft trainierte, stemmte er auch einen Pokal in die Höhe. Sein internationaler Durchbruch gelang dem heute 55-Jährigen 2004 mit dem FC Porto. Völlig überraschend gewannen die Portugiesen mit dem aufstrebenden Trainerstar die Champions League. Es folgten unter anderem die Stationen Chelsea London und Real Madrid. Der Portugiese war auch deshalb so erfolgreich, weil er Methoden anwandte, die zu dieser Zeit einzigartig waren.

Die heute als „Laptoptrainer“ belächelten Übungsleiter, gäbe es wohl ohne Jose Mourihno nicht in dieser Form. Er gilt als akribisch und detailversessen, hat in jedem seiner Stationen die Datenanalyse eingeführt, wollte alles und jede Kleinigkeit über seine Schützlinge wissen.

Rauswurf trotz Erfolgen

Nach der letzten Meisterschaft und dem Rücktritt von Sir Alex Ferguson 2013 kam der englische Rekordmeister weder mit Klub-Legende Ryan Giggs, noch durch Luis van Gaal an alte Erfolge heran. Mit der Verpflichtung von Jose Mourinho keimte Hoffnung im Lager der Red Devils auf. In seiner Debütsaison 2016 reichte es in der Premier League nur zu Platz 6, allerdings gewann United den Ligapokal und die Europa League. Jedoch genießt der kleinere europäische Wettbewerb in England keinen hohen Stellenwert. 

Als Vizemeister und Champions League-Teilnehmer in die aktuelle Saison gegangen, wurde der Portugiese nun gefeuert, obwohl die Red Devils in der Königsklasse im Achtelfinale stehen. Am Ende war es wohl seine Art und Weise wie er mit der Mannschaft, der Führungsetage und den Fans umgegangen ist, die seinen Rauswurf besiegelte.

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