Mit diesen Leistungen stolpert der MSV Duisburg in Liga 3

Der MSV Duisburg ist pünktlich nach dem Jahresstart in der 2. Bundesliga auf den letzten Tabellenplatz gerutscht. Die letzten Auftritte glichen einem Offenbarungseid. Von Seiten der Fans kommt selbstverständlich viel Kritik. Trainer Torsten Lieberknecht ist dabei noch derjenige, der für die missliche Lage am wenigsten kann. Inzwischen wird auch Vereinslegende und Manager Ivo Grlic infrage gestellt. 

Als am 23. Dezember 2018 um ca. 15:20 die Schiedsrichterpfeife ertönte und das Spiel MSV Duisburg gegen Dynamo Dresden beendete, waren viele Anhänger der Zebras froh. Zu dürftig waren die Leistungen in den letzten Wochen gewesen. Nun sollten die Verantwortlichen alle Kraft und Hoffnung in die Winterpause legen. Verstärkungen holen, Mannschaft zusammenschweißen und dann kämpfen bis zum Umfallen. Aus alledem ist nichts geworden. Das zeigte der Zweitliga-Restrunden-Auftakt beim VfL Bochum. Am Dienstagabend unterlag der MSV dort mit 1:2.

Auftritt in Bochum erinnerte an Dresden-Leistung

Die Partie beim Pott-Nachbarn erinnerte ein wenig an die Partie Ende Dezember gegen Dynamo Dresden. Damals unterlag der MSV den Sachsen daheim mit 1:3. Es war ein zweitliga-unwürdige Leistung. Doch auch die Arbeit in der Winterpause scheint wenig Besserung gebracht zu haben. Zu unsauber war das Spiel der Zebras nach vorne, Torchancen gab es in Bochum so gut wie keine. Kreativität? Fehlanzeige! Den einzigen MSV-Treffer hatte Bochums Keeper Manuel Riemann auf dem Gewissen, als er den Ball völlig unbedrängt über die Faust rutschen ließ und MSV-Neuzugang Havard Nielsen nur noch ins leere Tor einköpfen musste.

Mit Felix Wiedwald (Eintracht Frankfurt), Joseph Baffo (vereinslos) und Havard Nielsen (Fortuna Düsseldorf) verpflichtete der Klub von der Wedau im Winter drei Spieler. Doch angesichts der Probleme auf dem Feld muss die Frage erlaubt sein, warum nicht noch mehr Neue geholt wurden. Es lässt sich natürlich mit dem lieben Budget argumentieren, doch angesichts des drohenden Abstiegs, nach dem das Budget um ein Vielfaches mehr schrumpft, wäre das wohl das kleinere Übel gewesen.

Grlic-Kritik in den sozialen Medien wird lauter

Und da kommt Vereinslegende und Manager Ivo Grlic ins Spiel. Schließlich ist der 43-Jährige für die Kaderplanung verantwortlich. Nach der guten vergangenen Saison hat er es im Sommer verpasst, die Mannschaft punktuell zu verstärken, holte stattdessen Bankdrücker von Ligakonkurrenten (Verhoek, Mesenhöler), die auch in Duisburg nicht ihre Leistung abrufen oder Drittliga-Kicker, die mit der zweiten Liga noch überfordert sind (Gyau, Neumann). Auch deshalb muss sich Grlic in den sozialen Medien von den eigenen Fans einiges anhören. Er ist alles andere als unumstritten.

Fakt ist: Kann sich der MSV Duisburg in den kommenden Wochen nicht steigern, führt der Weg direkt in die 3. Liga. Zu viele Baustellen haben die Zebras derzeit zu bearbeiten, als das es mit diesen Nicht-Leistungen für den Klassenerhalt reichen würde. Ob Duisburg sich dann vom dritten Abstieg seit 2013 erholen wird, mag mehr denn je bezweifelt werden.

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