Bundesliga: Die neuen Sündenböcke

Langsam überkommt den Kellerkindern der Bundesliga die Torschlusspanik und es werden personelle Konsequenzen auf die anhaltende sportliche Talfahrt gezogen. Wurden vor einigen Jahren noch ausschließlich die Trainer vor die Tür gesetzt, trifft es nun mehr und mehr auch deren Vorgesetzte.

Erst machte der Rausschmiss von Andreas Bornemann in Nürnberg Schlagzeilen. Dabei verkam die Meldung zur Nebensache, dass  auch  Club-Trainer Michael Köllner seinen Posten räumen musste. Keine 24 Stunden später erwischte es mit Michael Reschke in Stuttgart den zweiten sportlichen Leiter eines Bundesligisten. Nicht nur die aktuellen Beispiele verdeutlichen, wie sich die Machtverhältnisse innerhalb der Bundesligisten verschieben.

Lange unantastbar

Es ist noch gar nicht allzu lange her, da standen die Sportdirektoren, sportlichen Leiter oder einfach Manager genannt, in der Verantwortung die Mannschaft zusammenzustellen und natürlich auch einen passenden Trainer zu präsentieren. Bei eintreten des Erfolgs, waren es dann die Manager, die sich ganz medienwirksam ins Rampenlicht stellten und die Lorbeeren einheimsten. Allerdings bei ausbleibenden Siegen und aufkommendem Unmut der Fans, wurde der schwarze Peter den Übungsleitern zugeschoben. Oftmals war ein Rausschmiss des Trainers die logische Konsequenz. Die aktuellen Beispiele zeigen jedoch, dass diese Mechanismen längst nicht mehr greifen.

Wandel der Zeit

Die Zigarre paffenden Typen mit Ecken und Kanten von einst, sind längst zu hocheffizienten Wirtschaftsökonomen mutiert. Die sportlichen Leiter von heute hantieren mit derart hohen Ablösesummen und Gehältern, dass sich ein Rudi Assauer im Grabe umdreht. Die Abermillionen für talentierte Spieler wachsen bekanntlich nicht an Bäumen. Daher gleichen die heutigen Bundesligisten profitorientierten Großunternehmen. Genau diese Entwicklung wird den einst so hoch geschätzten Managern heute zum Problem.

Faktor Aufsichtsrat

Wie in jedem Großunternehmen in der Wirtschaft üblich, übernimmt ein Aufsichtsrat die Funktion eines Kontrollgremiums. Da kein Bundesligist mehr ohne auskommen kann, müssen sich auch die sportlichen Leiter diesem Gremium unverhohlen stellen. Bornemann und Reschke werden wahrlich nicht die letzten sein, die aufgrund sportlicher Miseren ihren Hut nehmen müssen.

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