Schwere Zeiten für Paris St. Germain

Des einen Freud ist des anderen Leid. Während beim FC Barcelona wohl noch jahrelang über die historische Aufholjagt in der Champions League gesprochen wird, muss Paris St. Germain mit der großen Enttäuschung leben. Viel Zeit, um die Demütigung sacken zu lassen, bleibt nicht. Wie wird PSG den Schock der 1:6-Blamage aus dem Camp Nou verdauen?

Die Gazetten in Frankreich überschlugen sich am Donnerstag mit Häme und Spott über Paris St. Germain. Von einem „historischen Fiasko“ (Le Figaro) und „einer unfassbaren Demütigung“ (Le Parisien) war die Rede. Die L’Equipe stellte sogar „das gesamte Projekt Paris“ in Frage. Ganz aus dem Nichts kommt diese Schlagzeile nicht.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Als Scheich Nasser Ghanim Al-Khelaifi mit der katarischen Investorengruppe Qatar Sports Investments (QSI) im Mai 2011 das Zepter bei PSG übernahm, wurde das Ziel eindeutig formuliert: Der Champions-League-Titel muss nach Paris. Knapp 6 Jahre später ist der Klub weit vom Traum des Eigentümers entfernt. Noch nie gelang den Hauptstädtern der Sprung in ein CL-Halbfinale, geschweige denn in ein Endspiel.

Obwohl seit der Übernahme für knapp 700 Millionen Euro neue Spieler verpflichtet wurden, gehört PSG nicht zu den absoluten Top-Teams in Europa. Viermal in Folge scheiterte Paris zuletzt im Viertelfinale der Champions League, jetzt kam das Starensemble trotz eines 4:0-Vorsprung aus dem Hinspiel gegen den FC Barcelona nicht mal über das Achtelfinale hinaus. An der Seine klafft auf internationalem Parkett eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Meistertitel ist gefährdet

Ob PSG im nächsten Jahr überhaupt in der Königsklasse vertreten ist, steht momentan noch in den Sternen. Der Serienmeister der vergangenen Jahre hat in dieser Spielzeit mit dem OGC Nizza und allen voran dem AS Monaco große Konkurrenz in der Ligue 1. Aktuell rangiert das Team von Trainer Unai Emery nur auf Rang 2, punktgleich mit Nizza. Monaco führt die Tabelle mit 3 Zählern Vorsprung an.

Am Sonntag muss PSG zum Schlusslicht nach Lorient reisen. Nach der herben Enttäuschung von Barcelona wird das Gastspiel beim Abstiegskandidaten kein Selbstläufer. Edinson Cavani und Co. müssen allerdings die Köpfe freibekommen, denn im Kampf um den Titel wird jeder Zähler benötigt. Sollte am Ende auch die Meisterschaft flöten gehen, ist nicht nur Emery seinen Job los. Dann wird in Paris wohl einiges hinterfragt – auch das Engagement von QSI und Scheich Al-Khelaifi.

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