RB Salzburg: Die unschlagbaren Bullen

Von Abwechslung kann da keine Rede mehr sein. Am Donnerstag gewann RB Salzburg den österreichischen Cup. Im Finale setzten sich die roten Bullen gegen Traditionsklub Rapid Wien mit 2:1 durch. Somit sicherte sich der von einem Getränkehersteller unterstütze Verein nach der Meisterschaft auch den Pokal. Es ist bereits das vierte Double in Folge. International reicht dies jedoch noch lange nicht.

Verhältnisse wie aktuell in der Bundesliga, in der Serie A oder lange Jahr in der französischen Ligue 1. Die österreichische Bundesliga ist seit dem Einstieg von Red Bull in Salzburg zu einer echten Farce geworden. Der Getränke-Riese pumpt jährlich aberwitzige Millionen in den Verein, der 1933 als SV Austria Salzburg gegründet wurde. Zwölf Meisterschaften wurden seit der Übernahme vergeben, acht davon gingen nach Salzburg.

Vier Doubles in Folge

Während es der Konkurrenz zu Beginn der RB-Epoche noch gelang, immer mal wieder dazwischen zu pfuschen, ist dies seit einigen Jahren kaum mehr möglich. Zum einen, weil die Salzburger konstant gute Mannschaften auf den Platz bringen, zum anderen, weil die anderen großen Klubs, wie z.B. Rapid, genügend mit sich selbst zu tun haben. Die Folge: Gähnende Langeweile im ohnehin schon nicht übermäßig interessanten österreichischen Fußball. Die letzten vier Meisterschaften schnappte sich allesamt RB, auch die vier jüngsten Pokaltitel wurden alle nach Salzburg vergeben.

Wer jetzt denkt, dass die Investitionen von Red Bull auch der österreichischen Nationalmannschaft zu Gute kommen, sieht sich weit gefehlt. In der abgelaufenen Saison standen 28 Spieler im RB-Kader, lediglich 8 davon tragen die österreichische Staatsbürgerschaft. Fast alle Nationalspieler der Alpenrepublik kicken inzwischen im Ausland. Gerade einmal sechs Spieler aus der österreichischen Bundesliga schaffen derzeit den Sprung ins Aufgebot von Trainer Marcel Koller.

Noch nie in der Königsklasse

Vier Jahre Meisterschaft und Pokal – das heißt noch lange nicht, dass Leistungen reichen, um sich auf internationaler Ebene angemessen zu präsentieren. Neunmal versuchte sich der international als FC Salzburg 2006 startende Klub an der Champions League-Qualifikation. Einen Erfolg konnten sich bislang noch nicht verbuchen. Immer war spätestens in den Playoff-Spielen, der letzten Quali-Runde, Feierabend für die Brause-Kicker. Zum Teil wurde Salzburg von echten Provinz-Vereinen aus dem Wettbewerb gekegelt. Der Höhepunkt dieser Schmach war 2012. Damals musste sich der doch so übermächtige FC Salzburg dem Winzling F91 Düdelingen aus Luxemburg beugen. Fußballromantiker wünschen sich sicher mehr von solchen Underdog-Erfolgen, auf lange Sicht gesehen ist eine CL-Teilnahme des FC Red Bull Salzburg nicht zu verhindern.

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