Die meisten Tore, Karten & Co.: Die Rekordspiele der Bundesliga

Die 56. Bundesliga-Spielzeit ist voll im Gange. Im Laufe der Jahre haben sich in Deutschlands Eliteklasse des Fußballs einige Kuriositäten und Rekorde angesammelt. Es gab Spiele mit besonders vielen Tore, es gab Partien mit unglaublich vielen Karten und es gab auch Bundesliga-Begegnungen mit weniger als 1000 Zuschauern. Wir haben für Sie die Rekordspiele der Bundesliga zusammengetragen.

Die kartenreichsten Spiele

Hitzige Partien gab es in der Bundesliga-Geschichte schon so einige. Doch eine hat alle anderen übertroffen! Und wie könnte es anders sein: Damals ging es um die Tabellenspitze. Im April 2001 lag der FC Bayern gerade mal einen Punkt vor Borussia Dortmund an der Tabellenspitze. Und der damals amtierende Meister musste am Samstagabend ins Westfalenstadion reisen. 68.600 Zuschauer erlebten ein denkwürdiges Spiel. Es wurde an allen Ecken und Enden des Spielfeldes getreten, was das Zeug hielt. Satte zehn Gelbe Karten verteilte Schiedsrichter Hartmut Strampe an diesem Abend. Doch damit nicht genug. Bixente Lizarazu (Gelb-Rot), Stefan Effenberg und Evanilson (beide Rot) mussten nach Platzverweisen bereits frühzeitig unter die Dusche. Bayern-Manager Uli Hoeneß gab nach der Partie allein dem Unparteiischen die Schuld an dem Kartenfestival: „Der DFB sollte mal überlegen, ob er Hartmut Strampe nicht für eine gewisse Zeit aus dem Verkehr zieht“, so Hoeneß unmittelbar nach dem Abpfiff. Übrigens: Das Spiel endete 1:1 und der FC Bayern sicherte sich wenige Wochen später die Deutsche Meisterschaft.

Außerdem gab es drei Bundesliga-Spiele, in denen elf Karten verteilt wurden. Bei den Duellen FC St. Pauli gegen den 1. FC Kaiserslautern (1:1, 2002) und Hertha BSC gegen Borussia Dortmund (3:0, 1999) zeigten die Schiedsrichter jeweils neunmal Gelb und zweimal die Gelb-Rote Karte. Auch beim 5:2 von Borussia Mönchengladbach über Hansa Rostock im Jahr 1998 hagelte es Verwarnungen und Platzverweise. Schiri Georg Dardenne zeigte neun Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte.

Die höchsten Siege

Eine Kategorie mit wenigen Überraschungen. Jeder Bundesliga-Fan kennt das 12:0 von Borussia Mönchengladbach über den Namensvetter aus Dortmund. Im April 1978 führte die Elf vom Niederrhein den BVB nach Belieben vor. Bereits nach 22 Minuten stand es 4:0 für die Gastgeber. Bis zur Halbzeit sollte die legendäre Elf um Jupp Heynckes und Berti Vogts noch zwei weitere Treffer nachlegen. Heynckes war es auch, der mit fünf Toren einen großen Anteil am unglaublichen Untergang der Dortmunder hatte. Auch in der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Fohlen eher wie ein ausgehungertes Rudel Wölfe und erzielte auch noch das zweite Dutzend Treffer. Somit ist diese Partie seit nun über 40 Jahren die Partie mit dem höchsten Sieg der Geschichte.

Auch den zweithöchsten Sieg der Bundesliga beansprucht Borussia Mönchengladbach für sich. Am 18. Spieltag der Saison 1966/67 siegte die Mannschaft von Niederrhein mit 11:0 über Schalke 04. Schon damals war Heynckes mit seinen drei Treffern ein echter Schreck. Außerdem sehr erfolgreich in dieser Partie: Günter Netzer! Er kam damals auf insgesamt fünf Scorerpunkte (zwei Tore, drei Assists).

Die torreichsten Spiele

Irgendwie scheint Borussia Dortmund einen Narren an Partien mit vielen Treffern gefressen zu haben. In der bisherigen Bundesliga-Geschichte gab es insgesamt fünf Spiele, in denen exakt zwölf Tore gefallen waren. Bei vier dieser Partien stand auch der BVB auf dem Platz. Dabei ist der Sieg/Niederlagen-Anteil gleich verteilt. Gegen Borussia Mönchengladbach gab es 1978 eben jene höchste Niederlage (0:12) und auch gegen den FC Bayern kassierte man mit dem 1:11 eine der höchsten Pleiten aller Zeiten. Allerdings zerlegte die Borussia auch mal selbst die Gegner. Lange Zeit war das 9:3 der Dortmunder gegen den 1. FC Köln (1963) alleine die torreichste der Geschichte. Ein Torfestival gab es auch 1982, als der BVB Arminia Bielefeld mit einem 11:1 nach Hause schickte. Besonders Manfred Burgsmüller wird diese Partie besonders gut in Erinnerung haben. Der ehemalige BVB-Angreifer erzielte damals fünf Tore.

Die einzige Zwölf-Tore-Begegnung ohne Dortmunder Beteiligung gab es 1977 in Köln-Müngersdorf. Der Effzeh fertigte Tennis Borussia Berlin mit 8:4 ab.

Die elfmeterreichsten Spiele

Die Bundesliga geht in ihre dritte Saison und es passiert etwas, das bis heute nie wieder vorkam. In der Partie Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund zeigte Schiedsrichter Herbert Lutz unglaubliche fünfmal auf den Punkt. Die Gäste aus Dortmund gewannen das Elfmeter-Festival am Ende mit 5:4. Und das, obwohl sie einen Strafstoß weniger zugesprochen bekamen als die Fohlen. Der Unterschied: Der BVB verwandelte 100 seiner Elfmeter, während die Elf vom Niederrhein in Person von Egon Milder einen verschoss.

Generell scheinen die Schiedsrichter in den frühen Jahren der Bundesliga, gerne auf den Punkt gezeigt zu haben. 1970 gab es eine (Kickers Offenbach – VfB Stuttgart 3:3), 1973 sogar zwei Partien (Hertha BSC – FC Bayern 2:5 & Hannover 96 – MSV Duisburg 3:3), in denen viermal auf Strafstoß entschieden wurde. Dies wiederholte sich bis heute nur einmal. Und zwar im Jahr 1987 als der 1. FC Kaiserslautern zum Südwest-Duell bei Waldhof Mannheim zu Gast war. Kurios: Mannheim bekam alle vier Elfmeter zugesprochen. Ausgerechnet der Namensvetter von FCK-Legende Fritz Walter verwandelte zwei Strafstöße, den dritten dagegen nicht. Auch Jörg Neun konnte Gerry Ehrmann kurz vor Spielende nicht aus elf Metern überwinden.

Die zuschauerreichsten Spiele

Heutzutage ist der Signal Iduna Park in Dortmund das größte Stadion Deutschlands. Mit einem Fassungsvermögen von knapp 83.000 Zuschauern kommt keine andere Arena an den Tempel im Pott heran. Doch das war nicht immer so. In der Vergangenheit gab es bereits Bundesliga-Partien, die von mehr als diesen ominösen 83.000 Zuschauern besucht wurden. Und zwar im Berliner Olympiastadion. Im Jahr 1969 fanden sich hier 88.075 Beobachter ein, um das 1:0 der Hertha gegen den 1. FC Köln zu bestaunen. Eine bis heute unerreichte Zuschauermasse in der Bundesliga.

Auch die Plätze 2 bis 4 dieses Rankings gehen an die Schüssel in der Bundeshauptstadt. 1963, 1964 und 1970 fanden sich dort jeweils einmal über 85.000 Zuschauer ein.

Die zuschauerärmsten Spiele

Von solchen Zahlen wie im Berliner Olympiastadion oder Dortmunder Signal Iduna Park konnte Rot-Weiß Oberhausen in der Saison 1972/73 nur träumen. Zum Heimspiel gegen die Kickers Offenbach kamen damals ins Niederrheinstadion nur unglaubliche 800 Zuschauer. Auch bei den Spielen VfB Stuttgart gegen Fortuna Düsseldorf (2:1, 1972) und Tasmania Berlin gegen Werder Bremen (1:1, 1966) strömten nicht gerade viele Anhänger ins Stadion. Zu diesen Partien fanden nur 1200 Zuschauer den Weg. In der heutigen Zeit eine unvorstellbare Minuskulisse.

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