Juventus: Der große Verlierer der CR7-Mania

Er ist es wirklich: Am Montagabend, exakt 18:32 Uhr, brach in Turin die Ronaldo-Mania aus. Die Vorstellung des fünfmaligen Weltfußballers mit Medizincheck und Pressekonferenz inszenierte der italienische Serienmeister als eine Art Staatsakt. Titelträume, Trikotverkäufe en masse und eine florierende Aktie – all das schafft Cristiano Ronaldo noch bevor er sein erstes Tor für die alte Dame erzielt hat. Doch wo es viele Gewinner gibt, so muss es auch Verlierer geben.

Wo und mit welchen Gefühlen Gonzalo Higuain während seines WM-Urlaubs die Ankunft des Superstars verfolgte, ist nicht überliefert. Dem Vernehmen nach steht der Argentinier, mit seiner Nationalelf bei der Weltmeister im Achtelfinale am späteren Titelträger Frankreich (3:4) gescheitert, fortan ganz oben auf der Verkaufsliste.

Ex-Rekordtransfer Higuain muss wohl weichen

Juventus hofft darauf, etwa 60 Millionen Euro an Ablöse für seinen einstigen Rekordtransfer (kam für 90 Mio. aus Neapel) einzustreichen. Knapp die Hälfte von der Summe, die Juventus für Ronaldo nach Madrid überweisen musste. Erste Option: Der FC Chelsea! Für einen Wechsel sprechen nicht nur finanzielle Gründe.

Higuain und CR7 kennen sich aus 4 gemeinsam Jahren im Real-Trikot, standen fast 80 Mal zusammen auf dem Platz. Richtig ist auch: Die fetten Jahre beim spanischen Weltklub mit vier Champions League-Titeln zwischen 2013 und 2018 erlebte Ronaldo mit anderen Mitspielern an seiner Seite. Der Argentinier hatte stattdessen den Weg nach Italien zum SSC Neapel eingeschlagen.

So plant Juve-Coach Allegri im Sturm

Seine beste Zeit – in der Saison 2015/16 wurde Higuain Torschützenkönig in der Serie A – hatte er unter einem gewissen Maurizio Sarri. Jenem Trainer, der nun an der Stamford Bridge in London anheuerte. Holt er mit Juve einen weiteren Scudetto (Quote 1,47) oder feiert er die Wiedervereinigung mit Sarri? Juve-Coach Massimiliano Allegri muss jedenfalls das Erfolgssystem der letzten Jahren für Ronaldo leicht umstellen, plant mit Higuains jüngerem Landsmann Paolo Dybala sowie dem frisch gebackenen Vize-Weltmeister Mario Mandzukic.

Nicht von ungefähr blockte man das Interesse aus Dortmund am Kroaten umgehend ab. Wegen Higuain hatte Allegri einst Mandzukic zu einem unkonventionellen, aber effektiven und lauffreudigen Außenbahnspieler umfunktioniert. Diese Attribute sind nun auch gefragt, damit Ronaldo im Zentrum alle Freiheiten für sein Spiel genießt.

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