Schalke 04: Darum macht Christian Heidel einen guten Job

Nicht nur Cheftrainer Domenico Tedesco, sondern auch Manager Christian Heidel steht bei Vizemeister FC Schalke 04 in der Kritik. In den Medien wird schon über einen möglichen Nachfolger von Heidel diskutiert, unter anderem eine Rückkehr von Horst Heldt (aktuell Hannover 96) steht im Raum. Natürlich läuft es sportlich in dieser Saison nicht wirklich rund bei den Königsblauen, die trotz des jüngsten 2:1-Erfolges gegen den VfL Wolfsburg auf Platz 12 rangieren und 7 Zähler Rückstand auf die internationalen Plätze haben. Aber das liegt sicher nicht an der schlechten Arbeit von Christian Heidel. Wir finden: Der gebürtige Mainzer macht einen guten Job auf Schalke und sollte nicht am Saisonende abgelöst werden.

Hochkarätige Spieler verpflichtet

Die Neuzugänge in dieser Saison konnten sich sehen lassen. Ob Verteidiger Salif Sané (Hannover 96), die Mittelfeldspieler Suat Serdar (Mainz 05), Omar Mascarell (Eintracht Frankfurt) oder Stürmer Mark Uth (TSG Hoffenheim): Alle diese vier Spieler gehörten in ihren Vereinen zu den absoluten Leistungsträgern und auf dem Papier eine Verstärkung. Auch die Verpflichtung von Mittelfeldstratege Sebastian Rudy vom FC Bayern München war sicher keine schlechte Amtshandlung.

Es war sicher nicht damit zu rechnen, dass keiner der fünf genannten Zugänge in der Hinserie konstant überzeugen kann. Sané spielte zwar zumindest in allen bisherigen Bundesligaspielen, ist aber weiterhin ein Unsicherheitsfaktor. Ein altbekanntes Problem auf Schalke macht sich mal wieder bemerkbar. Irgendwie schaffen es vielversprechende Neuzugänge nicht, ihre starken Leistungen bei ihren vorherigen Vereinen auf Schalke zu bestätigen. Aber dafür kann Christian Heidel nicht wirklich etwas.

Berater-Monopol aufgelöst

Was Christian Heidel in seiner bisherigen Zeit auf Schalke hoch anzurechnen ist: Er hat es geschafft, das Berater-Monopol aufzulösen. Noch vor nicht allzu langer Zeit hatte ein Großteil des S04-Kaders die gleiche Berater-Agentur: ROGON. Spieler wie Julian Draxler, Thilo Kehrer, Eric Maxim Choupo-Moting (beide PSG) und Max Meyer (Crystal Palace) werden von Roger Wittmann, einem der einflussreichsten Berater der Welt, betreut. Wittmann hatte damals die Macht, über die Zukunft von vielen S04-Spielern zu entscheiden. Das erschwerte Heidels Arbeit in Transferangelegenheiten enorm.

Mittlerweile ist kein einziger Akteur von Schalke mehr unter den Fittichen von ROGON. Heidel war hartnäckig – auch, wenn er dadurch einige Leistungsträger schweren Herzens gehen lassen musste. Dennoch spricht das für Heidel: Er hat kurzfristig kritische Entscheidungen getroffen, um für eine langfristig bessere Zukunft auf Schalke zu sorgen.

Dass wegen der sportlichen Misere und den jüngsten Entscheidungen – der Verkauf von Naldo und die Degradierung von Kapitän Ralf Fährmann – die komplette Vereinsführung kritisiert wird, ist natürlich irgendwo verständlich. Dennoch ist Heidel nicht der Sündenbock. Im Gegenteil: Er macht einen guten Job und ist darüber hinaus auch ein Ruhepol, der in den Gesprächen mit den Medien so gut wie immer passende Aussagen trifft. Und Ruhe ist etwas, dass man im häufig brodelnden S04-Umfeld nötig hat.

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