Bernd Schuster wird dritter deutscher Coach in China

Die chinesische Super League wirft seit einigen Jahren mit Geld nur so um sich. Das haben Spieler und Trainer aus Europa erkannt und wechseln oft viel ein Vielfaches ihres bisherigen Gehalts gen Osten. Nun hat das China-Fieber auch Bernd Schuster gepackt. Vier Jahre nach seiner letzten Trainertätigkeit übernimmt der „Blonde Engel“ die sportlichen Geschicke von Dalian Yifang. Er ist damit nach Uli Stielike und Roger Schmidt der dritte deutsche Coach in der Super League.

Platz 65 in der FIFA-Rangliste – während China in vielen Sportarten zur Weltspitze gehört, kann man dies im Fußball überhaupt nicht behaupten. Dementsprechend schwach ist auch die chinesische Liga. Seit einiger Zeit versuchen die Klubs aus dem bevölkerungsreichsten Staat der Erde mit viel Geld europäische Top-Stars und Trainer in ihr Land zu locken. Oscar, Carlos Tevez, Hulk oder auch Anthony Modeste sind dem Ruf des Geld erlegen und verlegten ihren Wohnsitz nach China.

Abstiegskampf für Schuster

Auch bei den Trainern gibt es einige prominente Namen, die nun ihre Brötchen in der Super League verdienen: Fabio Cannavaro, Manuel Pellegrini und Fabio Capello könnten hier aufgeführt werden. Und nun auch Bernd Schuster. Der inzwischen 58-Jährige coachte bereits Real Madrid für knapp 18 Monate, war zuletzt jedoch vier Jahre ohne Klub. Seine letzte Station war der FC Malaga.

In China übernimmt Schuster Dalian Yifang, das nach drei Spielen mit null Punkten und 0:13 Toren dasteht. Erst kurz vor dem Saisonstart machte der Klub aus dem Nordosten Chinas auch in Europa auf sich aufmerksam, als er mit Yannick Carrasco und Nico Gaitan zwei Spieler für insgesamt 35 Millionen Euro von Atletico Madrid verpflichtete. Doch der Saisonstart ging mächtig in die Hose, weshalb Coach Lin Ma nach nur 83 Tage seinen Schreibtisch räumen musste.

13 von 16 Trainern kommen aus dem Ausland

Mit der Entlassung von Lin Ma reduziert sich der Anteil chinesischer Trainer in der Super League weiter. Nun gibt es nur noch drei einheimische Coaches. Damit kommen 13 Trainer aus dem Ausland: Drei Portugiesen, drei Deutsche, zwei Spanier, zwei Italiener, ein Serbe, ein Chilene und ein Kroate. In Sachen China könnte sich Schuster vor allem bei Roger Schmidt und Uli Stielike schlau gemacht haben. Schmidt trainiert seit acht Monaten Beijing Sinobo Guoan, Stielike ist seit sechs Monaten für Tianjin Teda verantwortlich. Beide starteten deutlich erfolgreicher in die neue Saison als Dalian. Schmidt holte sechs von neun möglichen Punkten, Stielike kommt auf vier Zähler.

Top Wettseiten
Top Sportwetten Boni
Nach oben
×
Wetten.com Kunde? Hier geht es zum Login
Schließen
Nicht verpassen! Exklusive Angebote auf wetten.com
Nicht wieder anzeigen