Jann-Fiete Arp: Die Gefahr des frühen Wechsels

Nach dem Abstieg des Hamburger SV, wird Talent Jann-Fiete Arp (18) seinen 2019 auslaufenden Vertrag bei den Rothosen wohl nicht verlängern. Mit dem FC Bayern München steht ein namhafter Abnehmer für ihn bereit. Ein Wechsel in jungen Jahren birgt Risiken. Beispiele gibt es genug.

Der Hamburger SV steht vor der Wahl: Wollen die Hanseaten noch eine Ablösesumme für Jann-Fiete Arp abstauben, müssten sie ihn in diesem Sommer verkaufen. Jann-Fietes Vater und gleichzeitig Berater Falko Arp, ließ vor einigen Wochen durchblicken, dass er keinen Sinn darin sieht, seinen Sohn in der zweiten Liga spielen zu lassen. Arp ist nicht das erste deutsche Talent, das sich in jungen Jahren zu einem großen Klub locken ließ..

Marko Marin (Olympiakos Piräus)

Sein Profidebüt gab der quirlige Außenbahnspieler 2007 für Borussia Mönchengladbach. Nach zwei Spielzweiten wechselte er für 8 Millionen zu Werder Bremen. Auch dort wusste er zu überzeugen und einige Top-Klubs wurden aufmerksam. 2012 klopfte der FC Chelsea an. Für 8 Millionen Ablöse begann das vermeintliche Abenteuer Premier League. Jedoch konnte sich Marin unter den damaligen Trainern Di Matteo und Benitez, nicht durchsetzen. Chelsea verlieh Marin und die Tour durch Europa nahm seinen Lauf. Sowohl beim FC Sevilla (immerhin zwei Mal Europa League-Sieger) als auch beim AC Florenz spielte Marin nur eine Nebenrolle. Beim RSC Anderlecht stand auch kein durchschlagender Erfolg zu Buche. Weiter ging das fröhliche Ausleihen zu Trabzonspor in die Türkei. Kaum eine europäische Liga, in der er nicht gespielt hat. Nun aber – mit 29 Jahren – scheint er seine sportliche Heimat in Griechenland gefunden zu haben. Seit 2016 ist er nun bei Olympiakos Piräus unter Vertrag.

Sinan Kurt (Hertha BSC Berlin)

Aktuell sorgt ein anderes Talent aus der Schule von Mönchengladbach für Schlagzeilen, für keine positiven. Der 21-Jährige hat eine Saison zum Vergessen hinter sich. Durch etliche Querelen durfte Sinan Kurt zuletzt nicht einmal mehr bei der zweiten Mannschaft der Hertha auflaufen. Dabei begann seine Profikarriere so verheißungsvoll: Mit 17 Jahren verpflichtete der große FC Bayern München das Megatalent für drei Millionen Euro. Überzeugen konnte er weder bei den Profis noch in der zweiten Mannschaft. Im Januar 2016 wurde er für schlappe 500.000 Euro an Hertha BSC Berlin weitergereicht. Seine Zukunft in der Hauptstadt ist ungewiss..

Maximilian Beister (KFC Uerdingen)

Dass Spieler ihr sportliches Glück auch ein paar Etagen tiefer finden können zeigt Maximilian Beister. Der heute 27-Jährige wurde – wie Arp – beim Hamburger SV ausgebildet. Mit 21 Jahren feierte Beister 2009 sein Bundesligadebüt. Er galt als großes Talent, konnte aber nie an der Elbe überzeugen. 2010 wurde er an Fortuna Düsseldorf verliehen. 2 Jahre spielte Beister in der Rheinmetropole, ehe 3 Spielzeiten für den HSV folgen sollten. 2015 ging es für eine Ablösesumme von 1,5 Millionen zu Mainz 05. Dort kam er gar nicht zurecht und wagte – nach der Zwischenstation 1860 München – den Sprung nach Down Under. Nach einem halben Jahr Melbourne Victory, kehrte Beister wieder nach Deutschland zurück. Im Januar diesen Jahres dann der Paukenschlag: Beister in Liga 4! Der ambitionierte West-Regionalligist KFC Uerdingen sicherte sich seine Dienste für schlappe 150.000 Euro. In 15 Partien für die Krefelder schoss er elf Tore. Nun hat er die Chance den Aufstieg in Liga 3 zu feiern. In der Aufstiegsrelegation geht es gegen Waldhof Mannheim.

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