VfL Wolfsburg: Jonker soll das sinkende Schiff retten

Damit hatte wohl keiner so richtig gerechnet. Andries Jonker wird neuer Cheftrainer des VfL Wolfsburg und tritt damit die Nachfolge von Valerien Ismael an. Dabei hat der Niederländer maximale Erfahrung als Co-Trainer, jedoch nur minimalen Erfolg als Chef vorzuweisen. Ob die Wölfe mit ihm aus dem Tabellenkeller kommen, ist mehr als fraglich.

Nach exakt 973 Tagen kehrt Andries Jonker zurück zum VfL Wolfsburg. Zwei Jahre lang hatte der Niederländer damals für die Niedersachsen gearbeitet – als Co-Trainer unter Felix Magath, Lorenz-Günther Köstner und Dieter Hecking. Mit dieser Position gibt sich Jonker nun nicht mehr zufrieden und wird daher Chefcoach der Wölfe. Mit dem VfL landete er in der Saison 2012/13 auf Rang 11, die Spielzeit 2013/14 beendete sie dagegen auf Platz 5.

Nur durchschnittliche Leistungen als Chef

„Andries Jonker kennt den VfL Wolfsburg und hielt auch nach seinem Wechsel nach London regelmäßig Kontakt zum Verein. Beides war mitentscheidend dafür, dass wir jetzt in so kurzer Zeit diese Top-Lösung realisieren konnten. Er ist ein international erfahrener Trainer und ausgewiesener Taktikexperte, der die besten Voraussetzungen mitbringt, den VfL schnell und nachhaltig in die Erfolgsspur zurückzuführen“, wird Sportdirektor Olaf Rebbe auf der VfL-Homepage zitiert.

Für Jonker ist es die vierte Station als Cheftrainer einer Profimannschaft. Seine bisherigen Klubs waren der FC Volendam, MVV Maastricht und Willem II Tilburg – allesamt in seiner Heimat, den Niederlanden, beheimatet. An allen drei Wirkungsstätten konnte der inzwischen 54-Jährige nicht überzeugen, mit Volendam und Maastricht verpasste er sogar den Aufstieg in die Eredivisie. Nirgendwo war er länger als zwei Jahre tätig. Als Co war er dagegen für den FC Barcelona, den FC Bayern München sowie den VfL tätig.

Aus dem Büro zurück auf dem Platz

In Wolfsburg muss Jonker schleunigst funktionieren, denn die Lage des Klubs aus der Autostadt ist mittlerweile sehr bedrohlich. Der VfL rangiert nur noch zwei Zähler vor dem Relegationsplatz 16 und muss um seine Existenz bangen. Erst vor einigen Wochen hatte Volkswagen angekündigt, das jährliche Budget von 100 Millionen Euro um 20 Prozent zu reduzieren.

Zuletzt hatte der Niederländer dagegen eher einen gemütlichen Büro-Job. Als Leiter der Nachwuchsakademie des FC Arsenal London standen nicht unbedingt die Ergebnisse sondern eher die Entwicklungen der Spieler im Vordergrund. Dieses Denken muss Jonker ab Minute eins auf dem VfL-Trainingsgelände vergessen, stattdessen muss der Überlebensmodus eingeschaltet werden, damit die Wölfe nicht bald wieder zu einer bedrohten Spezies in Deutschland zählen.

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