Wenger-Abschied: Das bleibt von seiner Arsenal-Ära

Einer der letzten Gentleman des Fußballs sagt Goodbye! Arsène Wenger und der FC Arsenal – das gehörte so untrennbar zusammen wie der Buckingham Palace zu London. Nach exakt 22 Jahren mit 690 Siegen in fast 1200 Spielen und einem dutzend Titeln macht der 68-Jährige im Sommer den Weg für einen Neuanfang frei.

Wenn ein Klub erstmals nach 22 Jahren wieder einen Trainerwechsel vermeldet, kann man freilich nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. Seit Freitagmittag stehen alle Social Media-Kanäle der Gunners komplett unter dem Motto #MerciArsène. Ein Video erinnert an den Beginn der Wenger-Ära mit seiner ersten Pressekonferenz im Oktober 1995. Was die Bilder ebenfalls zeigen: Jeder Nachfolger-Kandidat, der in den nächsten Tagen bei Arsenal gehandelt wird, überlegt sich (mindestens) zweimal, ob er in diese gewaltigen Fußstapfen treten will.

Die Untouchable-Saison

Erzfeind José Mourinho mag nur zu gerne darauf verweisen, dass Arsène Wengers letzte Meisterschaft mittlerweile 14 Jahre zurückliegt. Dafür hat sich die besagte Saison 2003/04 in Gedanken eines jeden Fußball-Fans auf der Insel festgebrannt. Mit einem kongenialen Sturmduo Henry/Bergkamp und One Touch-Fußball stürmte die Wenger-Elf zum Titel – bis heute wird das Team als „The Untouchables“ verehrt!

Seit Gründung der Premier League schaffte dieses Kunststück weder Mourinho zu seiner Chelsea-Zeit noch einer der beiden Manchester Klubs. Verabschiedet sich Wenger im Mai mit dem Europa League-Titel? Quote 3,85

Henry und Co: Wenger formte die Superstars

Wer die Verdienste des gebürtigen Elsässers nur anhand von Titeln (drei Meisterschaften, sieben FA Cups und sieben Community Shields) und nackten Zahlen misst, denkt zu kurz. Arsène Wenger hat die Londoner durch so manche Krise manövriert. Zum Vergleich: Zwischen seinem Amtsantritt und 2018 waren hierzulande 183 Bundesliga-Trainer über den Jordan gegangen!

In Bezug auf die Transferpolitik stellt Arsenal ebenfalls eine Art Gegenentwurf zu vielen anderen Spitzenklubs da. Wenger holte kaum „fertige“ Stars, sondern führte Spieler erst auf dieses Level. Neben Henry und Bergkamp – beide stehen als Statue vor dem Stadion – sind hier Robert Pires, der damals im Alter von 17 Jahren verpflichtete Nicolas Anelka oder Patrick Vieira zu nennen. Letzterem traut Wenger offenbar zu, die nächste Arsenal-Ära zu prägen.

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