WM 2018: Diese Teams sind bereits qualifiziert

Die zweite Länderspielphase ist vorbei und es sind einige Entscheidung im Kampf um die WM-Tickets für 2018 gefallen. Die Gruppenphasen sind überall – mit Ausnahme von Afrika – beendet. Wir haben uns auf die Reise gemacht und gecheckt, wer das Ticket nach Russland schon sicher in der Tasche hat. Sechs der noch neun offenen Plätze werden nach Relegationsspielen vergeben.

Portugal

Satte 27 von 30 möglichen Punkten und trotzdem musste gezittert werden. Europameister Portugal hat am letzten Spieltag der Gruppenphase doch noch die Qualifikation für die WM 2018 in Russland perfekt gemacht. Dank eines 2:0-Erfolgs über die Schweiz zog die Mannschaft um Superstar Cristiano Ronaldo doch noch an den Eidgenossen vorbei, die mit einem Sieg am letzten Spieltag ebenso wie Deutschland eine perfekte Quali gespielt hätten. Nach Spanien und England (drei Gegentore) stellt Portugal zusammen mit dem DFB-Team die zweitbeste Defensive der europäischen Quali-Runde.

Frankreich

Nicht ganz so souverän agierte die französische Nationalmannschaft. Mit 23 Punkten ist die Equipe Tricolore der zweitschwächste Gruppenerste in Europa. Trotzdem wird der Mannschaft von Trainer Didier Deschamps beim Turnier in Russland viel zugetraut. Nach Titelverteidiger Deutschland (Quote 6,00) ist Frankreich Top-Favorit (Quote 6,25). Frankreich gehört übrigens nicht zu den WM-Dauerbrennern. Erst seit 1998 nehmen die Franzosen regelmäßig am größten Turnier der Welt teil.

Argentinien

In einem wahren Herzschlag-Finale hat sich die argentinische Nationalmannschaft doch noch qualifiziert. Ein 3:1 im letzten Gruppenspiel in Ecuador reichte, um auf den dritten Rang zu klettern. Wieder einmal war es Lionel Messi der sein Team mit einem Dreierpack rettete. Es ist bereits die zwölfte WM-Endrunde in Folge, an der Argentinien teilnimmt.

Kolumbien

Die letzte WM machte aus ihm einen echten Star. James Rodriguez, Neuzugang des FC Bayern, ist mit der kolumbianischen Nationalmannschaft auch in Russland mit dabei. Los Cafeteros qualifizierten sich als Gruppenvierter in der südamerikanischen Runde. Die beste Platzierung erreichte Kolumbien der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Damals erst im Viertelfinale gegen Gastgeber Brasilien (1:2) Endstation.

Uruguay

Fünf Punkte Vorsprung auf Platz fünf scheinen relativ souverän zu sein, doch auch Uruguay musste bis zum Schluss zittern. Ein 4:2 gegen Bolivien brachte die 13. WM-Teilnahme unter Dach und Fach. Nach den schwachen Ergebnissen zuletzt bei großen Turnieren (Vorrunden-Aus bei der Copa America, Achtelfinal-Aus bei der WM in Brasilien) peilen die Urus nun wieder eine bessere Platzierung an. Bei unseren Buchmachern werden sie mit Quote 37,00auf Platz elf gehandelt.

Panama

„Oh, wie schön ist Panama“ hieß einmal ein Kinderbuch von Janosch. Diese Erfahrung werden die Teilnehmer der WM 2018 zwar nicht machen, allerdings könnte es zu einem direkten Duell mit der Mannschaft aus Mittelamerika kommen. Nach einer chaotischen Schlussphase in der nord- und mittelamerikanischen WM-Quali-Gruppe hatte Panama das bessere Ende für sich und verwies unter anderem die USA auf die Plätze. Für das kleine Land ist es die erste Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft.

Island

Wie schon im Sommer 2016 in Frankreich wird das furchteinflössende „HUH“ der Isländer durch die Stadien in Russland hallen. Die Skandinavier haben sich zum ersten Mal in der Verbandsgeschichte für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Und das obwohl die Isländer eine äußerst schwere Gruppe erwischt haben. Doch Kroatien, die Ukraine und die Türkei konnten auf die Plätze verwiesen werden. Es ist generell erst das zweite große Turnier, an dem die Vikinger teilnehmen. Bei der EM 2016 waren sie erst im Viertelfinale an Gastgeber Frankreich (2:5).

Serbien

Die Durststrecke ist beendet. Zum ersten Mal seit 2010 dürfen sich die Serben auf eine Teilnahme an einem Mega-Event freuen. Sowohl 2012 als auch 2016 sowie die WM 2014 verpassten die weißen Adler. Dabei reichte Serbien eine wahre Minimalleistung. Mit 21 Punkten sind die Rot-Weißen der schlechteste Gruppenerste, der bereits zehn Spiele absolviert hat. Am Dienstag hat auch Frankreich noch als letzte Mannschaft die Möglichkeit, mehr Punkte als Gruppenerster einzufahren. Für die rein serbische Nationalmannschaft, die es seit 2006 gibt, ist es erst das zweite große Turnier. 2010 konnte man in der WM-Vorrunde zwar Deutschland mit 1:0 besiegen, dies waren allerdings die einzigen Punkte, die Serbien holte. Somit schied der junge Staat bereits nach drei Partien aus.

Ägypten

Unglaubliche Freude in Ägypten! Die Fußball-Nationalmannschaft hat die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft seit dann 28 Jahren perfekt gemacht. Zuletzt starteten die Pharao-Kicker 1990 in Italien, schieden damals jedoch als Gruppenletzter aus. Nun das Comeback: Und es hätte kaum dramatischer sein können. Liverpool-Star Mohammed Salah erlöste die Ägypter erst in der 95. Minute mit seinem Siegtreffer – per Elfmeter. Das beste Ergebnis der Nordafrikaner bei einer WM gab es übrigens 1934. Damals musste man sich im Achtelfinale Ungarn mit 2:4 geschlagen geben.

Nigeria

Nigeria nimmt 2018 an der WM in Russland teil. Soweit keine große Neuigkeit, denn die Afrikaner verpassten seit 1994 nur ein Turnier. Doch dieses Mal hat auch ein Deutscher einen großen Anteil an der Qualifikation für die Endrunde. Gernot Rohr ist Trainer der nigerianischen Auswahl. Der 64-Jährige ist ein echter Weltenbummler. Er arbeitet bereits in Frankreich, Österreich, der Schweiz, Tunesien, Gabun, Niger, Burkina Faso und jetzt in Nigeria. Für ihn ist die erste Teilnahme an einer WM.

Spanien

Letztendlich sehr souverän buchte auch Spanien das Ticket nach Russland. Die Iberer setzten sich in einer der schwersten Gruppen unter anderem gegen Italien durch. In neun Spielen gab es acht Siege und nur ein Remis (1:1 in Italien). Für den Weltmeister von 2010 ist es die elfte WM-Endrunde in Folge.

Polen

Nach zwölfjähriger Abstinenz ist die polnische Nationalmannschaft zurück auf ganz großer Bühne. Dies wäre vermutlich nicht ohne Torjäger Robert Lewandowski gelungen. Der Star des FC Bayern erzielte 16 der 28 Treffer in der WM-Quali. Zudem hat er in 91 Länderspielen 51 Tore auf dem Konto und ist seit wenigen Tagen alleiniger Rekordtorschütze der Bialo-Czerwoni. In den 70er Jahren hatten die Polen schon einmal einen solchen Lauf. Damals landeten die Rot-Weißen sogar auf dem Podest. 1974 reichte es für Platz drei.

Costa Rica

1990, 2002, 2006, 2014 und 2018 – Costa Rica setzt seinen Erfolgslauf fort. Die Mittelamerikaner haben sich zum fünften Mal für eine WM qualifiziert. Costa Rica ist nach Mexiko das zweite Land aus der CONCACAF-Zone, das das WM-Ticket gelöst hat. Der Mannschaft von Trainer Oscar Ramirez reichte im neunten Gruppenspiel ein 1:1 gegen Honduras, um nicht mehr von einem der ersten drei Plätz verdrängt zu werden. Vielleicht können die Los Ticos wieder so eine enorme Euphorie wie schon 2014 entfachen. Damals scheiterten sie erst im Viertelfinale an den Niederlanden.

England

Es ist zwar nicht die souveränste Qualifikation der englischen Fußballgeschichte, doch Bedenken, dass man nicht das Ticket für das Turnier in Russland löst, gab es zu keinem Zeitpunkt der Quali. Nach zehn Spielen haben die Stars von der Insel 26 Zähler auf dem Konto und somit acht Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierten Slowaken. Keine der zehn Partien ging verloren, lediglich zwei Remis ließ das Team von Coach Gareth Southgate zu. Besonders beeindruckend war bisher die Defensivleistung der Three Lions. Nur drei Gegentore kassierte man. Seit 1982 nahm England bisher nur an einer einzigen WM nicht teil. Ausgerechnet 1994 in den USA war man nicht dabei.

Deutschland

Eine Weltmeisterschaft ohne Deutschland? Kaum vorzustellen und dies gab es auch erst zweimal: 1930 und 1950. Seitdem war die Auswahl der Bundesrepublik immer dabei. Auch in diesem Jahr marschierte die DFB-Elf wieder souverän durch die Quali-Gruppe C. Zehn Spiele, zehn Siege, 43:4 Tore. Nach dem 3:0 in Nordirland konnten die Deutschen außerdem einen Rekord für sich verbuchen. Die 43 Quali-Tore erzielten 20 verschiedene Spieler. Noch nie trafen so viele Akteure für ein Team in einer Qualiphase. Mit dem DFB-Team ist in Russland definitiv zu rechnen!

Russland

Als Gastgeber ist Russland natürlich sicher dabei. Bisher nahm das Land in seiner jetzigen Form erst dreimal an einer Weltmeisterschaft teil. Sowohl 1994 in den USA als auch 2002 in Südkorea/Japan und 2014 in Brasilien war für die Sbornaja bereits nach der Vorrunde das Turnier wieder vorbei. Auch der Confed Cup lief nicht nach den Wünschen von Trainer Stanislaw Tschertschessow. 2:0 gegen Neuseeland, 0:1 gegen Portugal, 1:2 gegen Mexiko – Vorrunden-Aus!

Brasilien

Der Rekordweltmeister spielt eine souveräne Qualifikation. 38 Punkte und Platz 1 stehen nach 17 Spielen zu Buche. Bei zehn Zählern Vorsprung auf Verfolger Uruguay steht die Truppe vom Zuckerhut bereits seit Wochen als sicherer WM-Teilnehmer fest. Damit bleibt die unglaubliche Serie der Selecao bestehen – sie verpasste nämlich noch nie eine WM!

Belgien

Als erstes europäisches Land neben Gastgeber Russland hatte sich Belgien früh für das Turnier im kommenden Jahr qualifiziert. Und das, obwohl die Teufel nicht einmal alle Spiele gewannen. Acht Siege und ein Remis brachten bislang 25 Punkte. Konkurrent Griechenland kommt jedoch nur auf 16, sodass Belgien bereits als Gruppensieger mit einem Torverhältnis von 39:6 durch ist.

Mexiko

Zum siebten Mal in Folge wird Mexiko bei einer Weltmeisterschaft auflaufen. In einer Sechsergruppe mit Costa Rica, Panama, USA, Trinidad und Tobago sowie Honduras behielt Mexiko fast eine weiße Weste. Sechs Siege und drei Remis standen nach neun Spielen zu Buche. Beim Confed Cup reichte es in diesem Jahr nach Niederlagen gegen Deutschland (Halbfinale) und Portugal (Spiel um Platz 3) nur für den vierten Rang.

Japan

Während in Europa und Südamerika die Quali noch läuft, sind die Glückkekse in Asien bereits gegessen. Seit 1998 hat das Land der aufgehenden Sonne kein WM-Turnier mehr verpasst. Das beste Ergebnis war das Erreichen des Achtelfinals 2002 und 2010. In der Qualigruppe setzte man sich knapp vor Saudi-Arabien und Australien, das in die Playoffs muss, durch. Somit sind auch einige Bundesliga-Profis in Russland sicher dabei. Sollten Shinji Kagawa (BVB), Gotoku Sakai (HSV), Makoto Hasebe (Frankfurt), Genki Haraguchi (Hertha) und Yuya Osako (Köln) nicht verletzt sein, gehören sie vermutlich zum Aufgebot der japanischen Auswahl.

Saudi-Arabien

Nur aufgrund des besseren Torverhältnisses setzte sich Saudi-Arabien gegenüber durch. Nach einer Durststrecke von zwölf Jahren sind die Saudis nun also wieder bei einer Weltmeisterschaft vertreten.

Südkorea

Neben Japan ist Südkorea inzwischen das beständigste Land im asiatischen Kontinentalverband geworden. Zum neunten Mal in Serie sind die Tigers of Asia bei einer WM dabei. In der Qualifikation hakte es jedoch noch an der einen oder anderen Stelle. In zehn Partien gelangen nur elf Tore und auch nur vier Siege. Trotzdem reichten 15 Zähler zu Platz 2.

Iran

Mit beeindruckenden sieben Punkten Vorsprung hat der Iran die asiatische Quali-Gruppe 1 dominiert. In zehn Begegnungen blieb die Mannschaft von Trainer Carlos Queiroz ohne Niederlage und fuhr sechs Siege ein. Großen Anteil hatte daran auch Ashkan Dejagah. Der ehemalige Profi von Hertha BSC und dem VfL Wolfsburg führte die iranische Auswahl drei Partien als Kapitän aufs Feld.

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