Die Young Boys Bern kratzen an der Dominanz des FC Basel

Für die jüngsten Fußball-Fans in der Schweiz ist es Normalität, sie kennen nichts anderes: Der FC Basel wird in jedem Mai zum Meister gekürt. Jungs im Alter von acht bzw. neun Jahren haben noch keinen anderen Titelträger als die Blau-Roten erlebt. Zuletzt durchbracht der FC Zürich 2009 die Dominanz der Baseler. Doch nun schickt sich der nächste Klub an, diese ebenfalls zu brechen. Die Young Boys Bern sind aktuell auf Meisterschaftskurs.

43 Punkte aus 20 Spielen: Keine überragende Bilanz, aber sie reicht derzeit für Platz eins in der Schweizer Super League. Sie gehört zu den Young Boys aus Bern, die derzeit an der Vormachtstellung von Serienmeister FC Basel kratzen. Achtmal in Folge holten sich die Baseler den Titel, in diesem Jahrtausend gab es generell erst sechs Meisterschaften, die nicht an den FCB gingen.

Mit Ausgeglichenheit zum Erfolg

Anders als häufig bei Überraschungstabellenführern oder sogar –meistern hat YB nicht den einen wichtigen Spieler, der unersetzlich ist, sondern kann die Last auf mehrere Schultern verteilen. Gerade in der Offensive ist dies der Fall. Mit Jean-Pierre Nsame, Miralem Sulejmani (je neun Tore) und Roger Assale (acht Tore) hat der Klub aus der Schweizer Hauptstadt drei Angreifer auf einem Level. Außerdem hat Trainer Adi Hütter mit Guillaume Horarau (33 Jahre) noch einen äußerst erfahrenen Kicker aufzubieten. Da kann es sich der österreichische Coach schon einmal erlauben, Nsame als besten Angreifer der Liga auf der Bank zu lassen. So zuletzt beim 2:0-Erfolg über St. Gallen geschehen. Dank des gleichzeitigen Patzers von Verfolger FC Basel, der mit 0:1 gegen Lugano verlor, ist der Vorsprung bereits auf fünf Zähler angewachsen.

Zwei Ex-Bundesliga-Kicker und ein Star-Bruder

Mit Steve van Bergen und Djibril Sow spielen derzeit zwei ehemalige Bundesliga-Kicker bei den Bernern. Van Bergen, der einst drei Jahre für Hertha BSC auflief, gehört trotz seiner 34 Jahre noch zum Stammpersonal bei YB und absolvierte 19 von 20 Ligaspielen. Während der Innenverteidiger in der Heimat seine Karriere ausklingen lässt, will Djibril Sow sie dort noch einmal ankurbeln. Der Mittelfeldspieler war 2015 in den Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach gewechselt, hatte dort später aber nie den endgültigen Sprung zum Bundesligaspieler geschafft. Nun ist er zurück in der Schweiz und will dort einen Neuanfang starten. Bislang wurde er in 19 Partien eingesetzt.

Während in der Premier League, der Ligue 1 und der Bundesliga die Meisterschaften quasi bereits entschieden sind, ist in der Schweiz nach Jahren der Langeweile endlich wieder ein bisschen Spannung ausgebrochen. Wir können im Sinne des Fußballs nur hoffen, dass sich die Bundesliga-Klubs ein wenig von den Young Boys abschauen und so die deutsche Elite-Klasse wieder ein bisschen interessanter machen.

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