2. Bundesliga: Spannend wie lange nicht mehr

Hertha BSC, 1. FC Köln, SC Freiburg, VfB Stuttgart, Hannover 96 – die Namen der Absteiger-Klubs aus der Bundesliga waren in den vergangenen Jahren teilweise groß. Kein Wunder, dass diese Vereine in der Folgespielzeit gleich als Top-Favorit in die 2. Bundesliga starteten. Doch in der Saison 2017/18, die am Freitag mit dem Eröffnungsspiel VfL Bochum – FC St. Pauli startet, ist es etwas anders. Mit dem FC Ingolstadt und dem SV Darmstadt erwischte es wohl die kleinsten Klubs der Bundesliga. Dementsprechend spannend könnte die kommende Zweitliga-Saison werden. Die halbe Liga gehört zum Favoritenkreis.

Einig sind sich die Experten der 2. Bundesliga derzeit nur in einer Tatsache: Einen klaren Favoriten für den Aufstieg oder gar für die Meisterschaft gibt es im deutschen Fußball-Unterhaus nicht. Zum einen liegt es daran, dass mit Darmstadt und Ingolstadt zwei verhältnismäßig kleine Vereine den bitteren Gang in die 2. Liga antreten mussten, zum anderen gibt es zahlreiche Klubs, die bereits in der vergangenen Saison lange am Aufstieg schnupperten bzw. in der Sommerpause gut aufgerüstet haben.

Ingolstadt bereit, Darmstadt wackelt

Anders als bei vielen Absteigern in der Vergangenheit gab es beim FC Ingolstadt keinen kompletten Umbruch im Kader. Mit Markus Suttner, Pascal Groß (beide zu Brighton & Hove Albion), Mathew Leckie (zu Hertha BSC) und Roger (Atletico Mineiro) verließen zwar vier Stammspieler den Klub, doch mit Stefan Kutschke (Dynamo Dresden), Mirko Colak (SV Darmstadt) und Marcel Gaus (1. FC Kaiserslautern) konnten die Schanzer mehr als ordentlichen Ersatz an Land ziehen. Zudem wurde der Rest der Bundesliga-Mannschaft zusammengehalten. Auch deshalb steht der FCI ganz oben auf der Meisterliste unserer Buchmacher. Quote 4,50 sollte Ingolstadt den Titel holen.

Hinter Ingolstadt gibt es kaum einen Klub, der ähnlich gut besetzt ist. Bei Mitabsteiger Darmstadt gab es im Sommer wieder einmal große personelle Veränderungen, allerdings haben die Lilien in der vergangenen Rückrunde bewiesen, dass es unter Trainer Torsten Frings aufwärts gehen kann. In Sachen Mannschafts-Marktwert wird der SVD laut dem Portal transfermarkt.de jedoch nur auf Rang 7 der 2. Bundesliga geführt. Bei unseren Buchmachern wird Darmstadt mit Meisterquote 7,50 gelistet.

Braunschweig und Union in Lauerstellung

Erst in der Relegation scheiterte Eintracht Braunschweig in der letzten Saison. Der VfL Wolfsburg war für die Eintracht noch eine Nummer zu groß. Nun soll der Aufstieg mit einjähriger Verspätung nachgeholt werden. Das Potenzial haben die Niedersachsen in jedem Fall. Trainer Torsten Lieberknecht weiß, wie der Aufstieg funktioniert, die Fans sind erstligareif und auch das gesamte Umfeld passt in die höchste deutsche Spielklasse. Zudem konnte Braunschweig den gesamten Kader – bis auf die Ausnahme von Phil Ofosu-Ayeh – zusammenhalten.

Union lechzt nach Liga 1! Das wird immer deutlicher. Die Entwicklung, die die Berliner in den vergangenen Jahren genommen haben, ist enorm. Mit Akaki Gogia präsentierten die Eisernen den zweitteuersten Neuzugang der Liga und zuletzt wurde verkündet, dass die Heimspielstätte „An der alten Försterei“ erneut vergrößert werden soll. Trainer Jens Keller kennt die Bundesliga aus dem Effeff, spielte mit Schalke sogar schon in der Champions League. Mit Union ist in Sachen Aufstieg zu rechnen. So sehen es auch die Bookies und statten die Hauptstädter daher mit einer Meisterquote von 8,00 aus. Nur Ingolstadt (4,50), Braunschweig (7,00) und Darmstadt (7,50) werden größere Chancen zugerechnet.

Großes Verfolgerfeld

Wer die 2. Bundesliga kennt, der weiß, dass es in jedem Jahr eine Überraschungsmannschaft geben wird, die um den Aufstieg mitspielt. Im letzten Jahr war es die SG Dynamo Dresden, die im positiven Sinne aus dem Rahmen fiel. Doch dieses Jahr müssen sich die Fans der SGD auf eine weitaus schwerere Saison gefasst machen. Mit Stefan Kutschke, Akaki Gogia und Marvin Stefaniak verließen gleich drei Leistungsträger den Klub. Zudem wurde Dynamo in der Vorbereitung vom Verletzungspech geplagt. Ein Platz im sicheren Mittelfeld sollte dennoch drin sein.

Mit großer Euphorie geht dagegen der FC St. Pauli (Meisterquote 14,50) in die neue Saison. Die vergangene Rückrunde war mit 34 Zählern die beste der Vereinsgeschichte. Nun muss der neue Coach Olaf Janßen beweisen, dass diese Ausbeute kein Zufall war. Bis auf Kapitän Sören Gonther (zu Dynamo Dresden) verließ kein Stammspieler den Verein.

Aber auch dem VfL Bochum (Quote 18,25), dem 1. FC Nürnberg (Quote 15,00), Fortuna Düsseldorf (Quote 21,00) und eben jenem vorhin angesprochenen Überraschungsverein werden Chancen auf die Meisterschaft bzw. dem Aufstieg eingeräumt.

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