
Nach jahrelangen Diskussionen wurde zur Saison 2008/09 die 3. Liga als zusätzliche Profi-Liga eingeführt, um die Lücke zwischen den beiden Bundesligen und den Regionalligen zu verringern. Schnell hat sich die 3. Liga etabliert und zum Sammelbecken abgestürzter Traditionsvereine wie beispielsweise Hansa Rostock, Arminia Bielefeld oder aktuell auch dem TSV 1860 München, Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue entwickelt.
Nicht zuletzt dank zahlreicher großer Vereine mit treuen Fans erreichte die 3. Liga in der Saison 2024/25 einen Zuschauerschnitt von 11.548 Fans pro Spiel. Ohne die Zweitvertretungen kleinerer Vereine wäre dieser Wert vermutlich noch höher ausgefallen.
Auch die TV-Gelder sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Für die Saison 2024/25 erhalten die Vereine insgesamt rund 104,8 Millionen Euro aus Medienrechten, wovon etwa 90 Prozent direkt an die Vereine fließen. Die nicht als Zweitvertretungen geführten Clubs erhalten jeweils rund 1,39 Millionen Euro.
Diese Kombination aus stabilem Zuschauerschnitt und gestiegenen TV-Einnahmen zeigt, dass die Verdienstmöglichkeiten in der 3. Liga heute deutlich attraktiver sind. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Einnahmen aus Zuschauern, Medienrechten und weiteren Faktoren. Im Folgenden erklären wir die typischen Gehaltsspannen und die Unterschiede zwischen einzelnen Vereinen, sodass ein klares Bild der finanziellen Lage der Liga entsteht.

Die Verdienstmöglichkeiten in der 3. Liga steigen deutlich an (Foto: Shutterstock/ Vitalii Vitleo)
Verlässliche Zahlen zu Spieler- und Trainergehältern in der 3. Liga gibt es auch 2024/25 nicht flächendeckend, da diese nicht offiziell veröffentlicht werden. Schätzungen aus verschiedenen Quellen zeigen jedoch ein weitgehend einheitliches Bild.
Das durchschnittliche Gehalt eines Profis in der 3. Liga liegt aktuell bei etwa 120.000 Euro pro Jahr, was einem monatlichen Bruttobetrag von rund 10.000 Euro entspricht. Die meisten Drittliga-Spieler, junge Talente und Ergänzungsspieler ausgenommen, verdienen damit mehr als der Großteil der Bevölkerung in Deutschland. Im Vergleich dazu liegen die Gehälter der 2. Bundesliga bei durchschnittlich rund 162.000 Euro pro Jahr, während in der Bundesliga die Topspieler oft knapp zwei Millionen Euro pro Saison verdienen. Die sehr hohen Gehälter in Spitzenclubs wie Bayern München oder Borussia Dortmund beeinflussen diesen Schnitt erheblich.
Die Topverdiener der 3. Liga kommen auf über 500.000 Euro pro Saison, wobei je nach Verein auch höhere Summen möglich sind. Auf der anderen Seite gibt es viele Spieler, die deutlich unter dem Durchschnitt liegen und damit nur wenig über dem Einkommen eines normalen Arbeitnehmers verdienen, selbst wenn ihr Club in der 3. Liga Tabelle oben steht.
Durchschnittsgehälter im deutschen Fußball (pro Jahr)
| Fußball-Liga | Durchschnittsgehalt (Brutto) |
|---|---|
| Bundesliga | ca. 1.750.000 € |
| 2. Bundesliga | ca. 162.000 € |
| 3. Liga | ca. 120.000 € |
| Topverdiener in der 3. Liga | über 500.000 € |
| Nachwuchs-/Ergänzungsspieler (3. Liga) | ca. 120.000 € |
Wie in der Bundesliga, in der beim FC Bayern München ganz andere Summen im Umlauf sind als beim VfL Bochum oder bei Holstein Kiel, gibt es auch beim 3. Liga Fußball Gehalt beträchtliche Unterschiede – bei im Gegensatz zur Bundesliga gleichen TV-Geldern für alle Klubs, selbst wenn hier oft eindrucksvolle 3. Liga Ergebnisse zustande kommen.
Die manchmal drittklassige Spielpraxis sammelnden Jungprofis der Bundesliga-Reserven vom VfB Stuttgart und Borussia Dortmund einmal ausgenommen, verdienen zum einen die Spieler großer Traditionsvereine mit entsprechenden Refinanzierungsmöglichkeiten und zum anderen Akteure von (teilweise) fremdfinanzierten Klubs mehr als ihre Kollegen bei kleineren Klubs.
Zu den Vereinen, die auf externe Geldgeber bauen können, gehört allen voran der FC Ingolstadt, der sich dank der Unterstützung von Audi einen der teuersten Kader der Liga leisten kann. Die Traditionsklubs, die nicht zuletzt dank ihrer Fans höhere Einnahmen aus den Bereichen Ticketing, Merchandising und Sponsoring, können im Gegenzug natürlich auch mehr Geld in Personal stecken. Wenn Dynamo Dresden so im Schnitt mehr als 28.000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion begrüßen kann, schlägt sich das in Relation zur einer eher niedrigen vierstelligen Besucherzahl beim SC Verl, Viktoria Köln oder der SpVgg Unterhaching auch in den Gehältern der Protagonisten nieder.
Faktoren für die Gehaltshöhe in der 3. Liga
| Faktoren | Einfluss auf das Gehalt |
|---|---|
| Vereinsgröße und Zuschauerzahlen | Vereine mit großen Fanbasen wie Dynamo Dresden zahlen oft höhere Gehälter. |
| Externe Sponsoren | Klubs wie FC Ingolstadt profitieren von Sponsoren wie Audi, was höhere Gehälter ermöglicht. |
| Spielposition und Erfahrung | Erfahrene und etablierte Spieler verdienen in der Regel mehr als Nachwuchstalente. |
| Ergänzungs- oder Stammspieler | Stammspieler erhalten deutlich höhere Gehälter als Ergänzungsspieler. |
| Karriereperspektive nach der aktiven Zeit | Viele Drittliga-Profis bleiben im Fußball (z.B. als Trainer), da die Gehälter oft nicht für den Ruhestand reichen. |

Es gibt aber durchaus Unterschiede der Gehälter in der 3. Bundesliga (Foto: Shutterstock/ uslatar)
Ein durchschnittliches 3. Liga Gehalt hätten viele normale Arbeitnehmer, die oft für weit weniger deutlich länger arbeiten müssen, gerne. Doch während man normalen Berufen je nach Ausbildung und Renteneintritt 30 bis 50 Jahre lang nachgeht, ist die Zeit eines aktiven Fußballers begrenzt – auch in der 3. Liga, obwohl so mancher Altstar versucht, seine Bundesliga-Karriere auf drittklassiger Ebene noch zu verlängern. Mehr als 15 Jahre schaffen die wenigsten Profis, auch aufgrund der zahlreichen 3. Liga Transfers. Für den Großteil ist bedeutend früher Schluss und nicht wenige können sich nur ein paar Jahre halten.
Während ein Bundesliga-Spitzengehalt auch bei nur wenigen richtig guten Jahren mit einem vernünftigem Umgang problemlos auch für das Leben danach reichen sollte, gilt das für ausschließlich in der 3. Liga und darunter aktive Spieler sicherlich nicht. Zwar besteht dank des Backgrounds für viele auch nur in Liga drei aktive Profis die Möglichkeit, im Fußball zu bleiben und beispielsweise als Trainer weiterzuarbeiten, doch bis zum Lebensende alleine mit dem Verdienst aus der eigenen Karriere auszukommen, ist Drittliga-Profis normalerweise nicht möglich – zumal der Lebensstandard von Fußballern auch der Bundesliga oft gehobenen Standards entspricht.
Tipp: Einen Überblick zum 3. Liga Restprogramm und dem aktuellen 3. Liga Spielplan findest du in unserem Portal ebenso vor, wie die 3. Liga Zuschauertabelle und die 3. Liga Strafentabelle.
| Spieler | Mannschaft | Jahresgehalt |
|---|---|---|
| Sargis Adamyan | SSV Jahn Regensburg | 1.146.080 € |
| Marvin Stefaniak | Erzgebirge Aue | 476.528 € |
| Anssi Suhonen | SSV Jahn Regensburg | 452.400 € |
| Martin Männel | FC Erzgebirge Aue | 416.208 € |
| Jeremias Lorch | SV Sandhausen | 367.952 € |
| Alexander Mühling | SV Sandhausen | 331.760 € |
| Dominic Baumann | SV Sandhausen | 325.728 € |
| Jonas Kersken | DSC Arminia Bielefeld | 307.632 € |
| Lukas Kunze | DSC Arminia Bielefeld | 301.600 € |
Die Gehälter in der 3. Liga variieren stark. Spieler in finanzstarken Clubs oder mit guten Sponsorengeldern können deutlich über dem Durchschnitt verdienen. Bei kleineren Vereinen ist das Einkommen oft niedriger. Die Bandbreite reicht von mittleren bis sechsstelligen Jahresgehältern.
Verschiedenen Erhebungen zufolge liegt das durchschnittliche 3. Liga Gehalt bei etwa 120.000 Euro pro Jahr, also rund 10.000 Euro im Monat. Abhängig von Verein, Vertrag und Spielerstatus kann es jedoch deutlich abweichen.
Spieler bei Vereinen mit hohen Zuschauerzahlen, starker Fanbasis oder hohen Einnahmen aus Sponsoring und Merchandising haben die besten Verdienstmöglichkeiten. Auch Clubs mit Aufstiegsambitionen oder finanziell starken Partnern zahlen in der Regel höhere Gehälter.
Den Topverdiener der 3. Liga exakt zu bestimmen ist schwierig, da Gehälter meist nicht offengelegt werden. Die besten 3. Liga Torjäger oder Leistungsträger bei finanziell starken Vereinen gehören aber typischerweise zu den Topverdienern.
Ein 3. Liga Gehalt reicht in der Regel nicht, um dauerhaft als Privatier zu leben. Spieler, die nicht über die Liga hinaus hohe Summen erzielen, müssen Rücklagen bilden oder zusätzliche Einnahmen haben, um ihren Lebensstandard langfristig zu sichern.
Das 3. Liga Gehalt ist sehr unterschiedlich. Während einige Spieler nur moderate Einkommen erhalten, verdienen andere bis zu 500.000 Euro pro Jahr. Die Höhe hängt stark vom jeweiligen Vertrag und der wirtschaftlichen Lage des Vereins ab.







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