Boxen: Wladimir Klitschko steigt nie wieder in den Ring

Lange Zeit war es still um Wladimir Klitschko. Jetzt äußerte sich der Ukrainer erstmals seit seiner Niederlage gegen Anthony Joshua im April und erklärte seinen Rücktritt vom professionellen Boxen.

Die Zeit von Wladimir Klitschko ist vorbei. Der 41-Jährige hat nach reiflicher Überlegung seine Karriere als Box-Profi beendet. Diese Entscheidung teilte der Ukrainer am heutigen Donnerstag mit: „Ich habe mir nach meinem letzten Kampf gegen Anthony Joshua bewusst genügend Zeit zur Entscheidungsfindung genommen. Ich habe als Amateur und Profi alles erreicht und kann jetzt gesund und zufrieden die spannende Karriere nach der Karriere angehen.“

Große Siege und jede Menge Titel

In der Tat: Wladimir Klitschko wird als einer der größten Schwergewichts-Boxer aller Zeiten in die Geschichte eingehen.1996 wurde der in Hamburg lebende Ukrainer Profi und bestritt seitdem 69 Kämpfe (64 Siege, 54 Knockouts). Klitschko war von 2000 bis 2003 und von 2006 bis 2015 Schwergewichts-Weltmeister. Er gewann die Gürtel der Box-Verbände WBO, IBF, IBO, WBO und WBA. Vor seiner Profi-Laufbahn wurde Klitschko Junioren-Europameister im Schwergewicht und Olympiasieger im Superschwergewicht.

„Dr. Steelhammer“ boxte gegen viele bekannte und große Namen. Unter anderem waren Axel Schulz, Chris Byrd, Francis Botha, Sultan Ibragimow, Ruslan Chagayev, Samuel Peter, David Haye und Alexander Powetkin seine unterlegenen Gegner. Seine fünf Niederlagen kassierte er gegen Ross Puritty, Corrie Sanders, Lamon Brewster, Tyson Fury und zuletzt Anthony Joshua.

Nachfolger steht parat

Durch die Verkündigung seines Karriereendes ließ Klitschko die Option auf einen Rückkampf gegen Joshua verstreichen und verzichtete damit freiwillig auf eine weitere Millionen-Gage. Der Brite selbst kündigte an, zur Not auch seinen IBF-Titel niederzulegen, um einem Rückkampf nicht im Wege zu stehen. Jetzt muss sich der 27-Jährige einen neuen Gegner suchen.

Anthony Joshua ist aktuell Titelträger der Verbände IBF, WBA und IBO. Er gilt als legitimer Nachfolger von Wladimir Klitschko. Experten trauen ihm zu, das Schwergewicht ähnlich lang zu dominieren wie zuvor der Ukrainer. Sein nächster Gegner wird allerdings in eine kleinere Kategorie einzuordnen sein. Der Box-Verband IBF fordert nun einen Fight gegen Pflichtherausforderer Kubrat Pulev.

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