
Während sich einige Ligarivalen in den jeweiligen Landespokalen abmühen mussten und teilweise auch blamierten, war der SV Waldhof Mannheim in dieser Hinsicht in der aktuellen Länderspielpause nicht im Einsatz. Stattdessen absolvierten die Buwe vergangene Woche ein Testspiel beim SV Darmstadt 98, das mit 5:5 zu einer Mischung aus spektakulär und vogelwild geriet.
Für Trainer Luc Holtz, der erst am 12. August das Kommando vom nach nur zwei Spieltagen entlassenen Dominik Glawogger übernommen hat, brachte das Remis gegen den Zweitligisten aber sicherlich dennoch die eine oder andere weitere Erkenntnis bezüglich seines Kaders. Und auch im Hinblick auf Kerim Calhanoglu, der auf Probe in Mannheim trainierte und gegen Darmstadt auch eingesetzt wurde.
Der 23-Jährige ist seit seinem Vertragsende am 30. Juni bei der SpVgg Greuther Fürth ohne Verein und könnte auch nach dem eigentlichen Transferschluss noch verpflichtet werden. Eine Option, die sich Geschäftsführer Gerhard Zuber nicht nur offen hält, sondern im Interview mit dem „kicker“ (Ausgabe vom 08.09.2025) sogar offen von noch weiteren neuen Spielern spricht.
„Im Laufe einer Saison gibt es oft Verletzungen, sodass wir immer up to date sein müssen. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, auf der Linksverteidiger-Position mit Kerim noch einen Spieler zu testen“, erklärte Zuber zunächst zwar, dass das Probetraining Calhanoglus in erster Linie Teil der Marktsondierung war, kündigte dann aber an, dass noch junge Spieler zum Aufgebot stoßen sollen: „Die Jugendregelung müssen wir auch berücksichtigen. Da sind wir nicht ganz so breit aufgestellt. Daher werden wir den einen oder anderen aus der Jugend oder von den vertragslosen Spielern dazunehmen.“
Calhanoglu ist in diesem Zusammenhang wohl weiter ein Kandidat. Weitere Akteure dürften die Kurpfälzer im Auge haben, ohne dass Zuber bisher konkret wurde und ohnehin betont, dass der Kader grundsätzlich stehe. Möglich unterdessen, dass bei eventuellen Nachjustierungen der Blick auch wieder ins Ausland geht, wie schon bei den zuletzt verpflichteten Adama Diakhaby (ACSM Poli Iasi), Diego Michel (FC Sochaux) und Masca (CD Eldense), die ihr Potential bereits angedeutet haben, laut Zuber aber noch nicht bei 100 Prozent sind und noch zulegen werden.
„Man muss andere Wege gehen, damit man weniger ausrechenbar wird. Man findet viel Qualität auch in anderen Ländern – schlussendlich geht es immer um das richtige Profil“, will sich Zuber bei der Suche nach Verstärkungen nicht begrenzen und verrät das klare Ziel: „Wir wollen eine Mannschaft zusammenstellen, die den Waldhof in höhere Regionen bringt.“
Dass es nach den vergangenen Jahren, in denen es meist gegen den Abstieg ging, nicht einfach wird, innerhalb kurzer Zeit ob mitzuspielen, weiß auch Zuber, der aber einen schrittweise Entwicklung anstrebt, die in nicht allzu ferner Zukunft in die 2. Bundesliga führen soll: „Wir wollen uns peu à peu verbessern. Die Vision ist, den Verein wieder zweitligatauglich zu formen.
Nach der Länderspielpause bietet sich in den aufeinanderfolgenden Heimspielen gegen Energie Cottbus und den VfB Stuttgart II auf jeden Fall die Gelegenheit, sich im vorderen Drittel der Tabelle festzubeißen.







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