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Der Einstand von André Breitenreiter als Trainer von Hansa Rostock ist unmittelbar nach der Länderspielpause mit einem 2:0-Sieg bei den Würzburger Kickers noch geglückt, doch anschließend war von einem positiven Effekt nur noch wenig zu spüren. Vielmehr verlor die Kogge sowohl gegen den SV Meppen als auch bei Alemannia Aachen mit 0:2, ehe es am vergangenen Wochenende gegen Fortuna Düsseldorf im dritten sieglosen Spiel in Folge auch nur zu einem 1:1 reichte.
Als Zwischenbilanz stehen nach elf Spieltagen lediglich 16 Punkte und Tabellenplatz neun zu Buche – deutlich zu wenig gemessen an den Ansprüchen und Ambitionen, will Hansa doch im dritten Jahr nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga unbedingt zurück nach oben. Bei schon fünf Punkten Rückstand auf Platz drei und sogar sieben Zählern auf den zweiten Rang sollte die Breitenreiter-Elf aber nun erst einmal nicht mehr viel liegen lassen. Hilfreich um die Lücke nach oben zu verringern, wäre eine kleine Serie, die möglichst schon am Samstag beginnen soll, wenn die Kogge begleitet von mindestens 1.500 Fans beim SSV Jahn Regensburg antritt.
„Fakt ist natürlich, dass der Anschluss gehalten werden muss, weil die Mannschaften, die gerade oben sind, kontinuierlich punkten“, machte Breitenreiter auf der Pressekonferenz am Donnerstag keinen Hehl daraus, dass in Regensburg ein Sieg her muss, „wenn man die Ambition hat, bis zum Ende der Saison dranbleiben zu wollen.“
Oberste Voraussetzung für drei Punkte ist, die mit nur einem Tor in den letzten drei Spielen zuletzt arg ausbaufähige Offensivleistung zu verbessern. Das weiß auch Breitenreiter, der seine Mannschaft insgesamt auf einem „sehr guten Weg“ sieht und hofft, dass in Regensburg der Knoten platzt: „Wir müssen das Momentum erzwingen, weil wir aktuell einen extrem hohen Aufwand betreiben, um ein Tor zu erzielen.“
Verzichten muss Rostock in der Oberpfalz allerdings auf Emil Holten. Der 30 Jahre alte Däne, eigentlich der große Hoffnungsträger im Angriff, hat erst nach der Länderspielpause sein Comeback gefeiert und stand gegen Düsseldorf erstmals in der Anfangsformation, muss aber nun eine erneute, wohl wieder längere Zwangspause einlegen. Auf der PK musste Breitenreiter mitteilen, dass Holten eine Knie- und Sprunggelenksverletzung erlitten hat, damit mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen wird. Genauer wurde der Hansa-Coach nicht, aber es ist gut möglich, dass der 1,95 Meter große Mittelstürmer in diesem Jahr nicht mehr auf das Spielfeld zurückkehren wird.
Auch nicht dabei sein wird in Regensburg Jonas Dirkner, der nach seinem umstrittenen Platzverweis in Aachen noch ein letztes Mal gesperrt ist. Ursprünglich hatte der FC Hansa Protest gegen die Zwei-Spiele-Sperre eingelegt, diesen dann aber zurückgezogen.
Hintergrund ist die für Mittwoch und in Frankfurt angesetzte Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht. „Da er dadurch zwei Trainingstage in der Vorbereitung auf das Auswärtsspiel verpasst hätte, haben wir nach sportlicher Abwägung entschieden, den Einspruch zurückzuziehen“, so der FC Hansa, der vergeblich auf einen Gerichtstermin zu Wochenbeginn gehofft hatte.






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